Foto: GEPA

Österreicher Guggenberger nach Rennen kollabiert

14.02.2016, 19:41

Dramatische Szenen haben sich während des Teambewerbs bei den Bob- und Skeleton- Weltmeisterschaften in Innsbruck/Igls am Sonntag abgespielt. Der rot- weiß- rote Skeletoni Matthias Guggenberger von Österreich 1 kollabierte im Ziel und wurde in die Klinik gebracht. Am Ende konnte das österreichische Team doch noch verhalten jubeln. Guggenberger, Hengster/Dekker, Flock und Maier/Moldavan holten Bronze.

Den Sieg sicherten sich die favorisierten Deutschen mit den aktuellen Zweierbob- Weltmeistern Anja Schneiderheinze und Johannes Lochner in 3:31,47 Minuten 0,65 Sekunden vor Russland 1. Bronze für Österreich 1 (+1,46) sicherte Benjamin Maier, im Teambewerb mit Danut Moldavan als Anschieber, der mit einer beherzten Fahrt noch Deutschland 2 überholte. Österreich 2 belegte unter 14 Mannschaften Rang 13.

Guggenberger gesundheitlich angeschlagen

Als erster rot- weiß- roter Teilnehmer ging Guggenberger allerdings gesundheitlich angeschlagen in den Teambewerb und belegte nur den elften Rang. Eine eitrige Angina hatte ihn die ganze Woche ins Bett und zur Einnahme von Antibiotika gezwungen. "Ich bin erst heute in der Früh erstmals aufgestanden, aber ich wollte den Teambewerb unbedingt fahren", erzählte der 27- Jährige noch lächelnd im Ziel, glaubte aber die Medaille sei dahin.

Nach 20- minütiger Behandlung in Klinik gebracht

Als er dann im Ziel mit Christina Hengster auf den Start der Damen in deren Lauf wartete, brach er plötzlich zusammen. Seine Bob- Kollegin und seine Mutter brachten ihn im Zielgelände ins Athletenhaus. Sofort waren einige Notärzte zur Stelle und versorgten den Athleten. Nach 20- minütiger Behandlung an der Bahn wurde Guggenberger schließlich in die Innsbrucker Klinik eingeliefert.

Flock: "Er war aber auch zeitweise ansprechbar"

Janine Flock, die mit einem guten Lauf Österreich auf Platz vier gebracht hatte, erfuhr erst im Ziel vom Kollaps ihres Lebensgefährten, brach in Tränen aus und eilte zu ihm. Nachdem Bronze feststand, jubelte sie verhalten und berichtete von einer Bewusstlosigkeit Guggenbergers. "Er war aber auch zeitweise ansprechbar." Teamtrainer Michael Grünberger gab später etwas Entwarnung: "Guggi wird jetzt genau untersucht." Ob er am Donnerstag im Einzelrennen starten darf, werden die Ärzte entscheiden.

14.02.2016, 19:41
AG/red
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