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Novak Djokovic weist Manipulationsvorwürfe zurück

20.01.2016, 15:19

Der Tennis- Weltranglisten- Erste Novak Djokovic, der in Melbourne ohne Mühe die dritte Runde erreicht hat, reagierte verstimmt auf die Manipulationsvorwürfe in italienischen Medien. "Ich denke, das ist einfach absurd", sagte der Serbe am Mittwoch in Melbourne. "Du kannst jedes Match nehmen, das du willst, in dem ein Topspieler in den vergangenen zehn Jahren in einer frühen Runde verloren hat, und Dir dazu eine Geschichte ausdenken", sagte Djokovic.

"Solange es keine Beweise gibt, sind das für mich alles nur Spekulationen", meinte der Serbe. Die italienische Zeitung "Tuttosport" hatte eine Partie von Djokovic aus dem Jahr 2007 in ihrer Ausgabe vom Mittwoch mit den jüngsten Enthüllungen von BBC und Buzzfeed über mögliche Wettmanipulationen im Tennis in Verbindung gebracht. Djokovic hatte damals in Paris gegen den Franzosen Fabrice Santoro verloren.

Auf die Frage, ob er die Begegnung damals absichtlich verloren habe, antwortete Djokovic: "Das stimmt nicht." Danach forderte er die Journalisten auf, Fragen zu anderen Themen zu stellen. "Ich habe dazu nichts mehr zu sagen."

Topstars ohne Mühe weiter

Nach dem sensationellen Ausscheiden von Rafael Nadal, Simona Halep und Venus Williams ist Tag drei der Australian Open bis zum späten Abend (Ortszeit) ohne ganz große Überraschungen verlaufen. Die Topstars setzten sich am Mittwoch in Melbourne ohne Satzverlust durch. Neben Novak Djokovic stehen auch Roger Federer und Serena Williams in Runde drei. Am Ende kam aber noch das Aus für Petra Kvitova, die Nummer sechs.

Kvitova musste sich der erst im Dezember 2015 zur Australierin gewordenen Daria Gavrilova, einer geborenen Moskauerin, unerwartet mit 4:6,4:6 geschlagen geben. Die 21- jährige Gavrilova, die nun in Melbourne lebt, steht erstmals in einer dritten Major- Runde. Der Rest der sonst bei Damen und Herren am Mittwoch im Einsatz befindlichen Top- Ten- Spieler qualifizierte sich für die Runde der letzten 32.

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Der als Nummer drei gesetzte Federer benötigte gegen Alexander Dolgopolow (UKR) nur 93 Minuten, ehe er als 6:3,7:5,6:1- Sieger die Rod Laver- Arena wieder verlassen konnte. Nicht weniger als 25 Asse servierte der 34- jährige Weltranglisten- Dritte aus der Schweiz zu seinem 299. Sieg auf Major- Niveau. "Mit dem Aufschlag bin ich natürlich extrem zufrieden. Weil die Spielbedingungen extrem schnell waren, spielt ein guter Aufschlag eine wichtige Rolle", erklärte der Schweizer, der nur im zweiten Durchgang bis zum 5:5 Mühe hatte. "Der Gewinn des zweiten Satzes war äußerst wichtig", konstatierte er. Er trifft nun auf den als Nummer 27 gesetzten Bulgaren und wegen des sehr ähnlichen Spielstils "Mini- Federer" genannten Grigor Dimitrow.

Federer wünscht sich Skikarriere für seine Kids

Federer äußerte sich übrigens auch über eine mögliche Tennis- Zukunft seiner Kinder. "Ich würde sie lieber in einer anderen Sportart unterstützen", sagte er am Mittwoch in Melbourne. "Sie als super Skifahrer zu sehen, das wäre spannend", sagte der Rekord- Grand- Slam- Turnier- Sieger (17 Titel). Zwar liebt Federer diesen Sport, aber: "ich bin mir nicht sicher, wie groß meine Begeisterung in 20 Jahren sein wird." Federer hat mit seiner Frau Mirka insgesamt vier Kinder, die Zwillingstöchter Myla Rose und Charlene Riva (6) und die Zwillingssöhne Leo und Lennart (geboren im Mai 2014).

Allerdings hat er seine Töchter ermutigt, Tennis- Unterricht zu nehmen. "Es ist ein großartiger Sport, um verlieren und gewinnen zu lernen, für Freundschaften und für die Hand- Augen- Koordination."

Titelverteidiger Djokovic hatte gegen den Franzosen Quentin Halys nur im dritten Satz etwas Mühe, gewann aber sicher 6:1,6:2,7:6(3). Der erst 19- jährige Wildcard- Spieler zeigte aber am Ende sein Talent auf. Djokovic trifft nun auf Andreas Seppi (ITA- 28) oder Dennis Kudla (USA/noch im Gange).

Bei den Damen hat Titelverteidigerin Serena Williams in der zweiten Runde so richtig Fahrt aufgenommen und der Taiwanesin Hsieh Su- wei nur drei Games überlassen. "Ich habe heute nicht so viele Fehler gemacht und habe mich auch viel besser bewegt, also langsam aber sicher fühle ich mich besser", meinte die 34- jährige US- Amerikanerin, die in Melbourne ihren 22. Grand- Slam- Titel holen und mit Steffi Graf gleichziehen könnte.

Serena Williams zeigt bei den Australian Open, was sie hat: ein Nabelpiercing.
Foto: GEPA

Serena nimmt an, dass ihre 35- jährige Schwester Venus Williams auch 2017 wieder in Melbourne spielen wird. Ihre ältere Schwester war nach dem Überraschungs- Aus gegen Johanna Konta (GBR) nicht zur obligaten Pressekonferenz erschienen und hat deshalb eine 5.000 Dollar- Strafe eingeheimst. "Ich nehme es an, aber ich weiß es nicht", erklärte die sechsfache Australian- Open- Siegerin, die es in der dritten Runde mit der russischen Teenagerin Daria Kasatkina zu tun bekommt.

Auch Vorjahresfinalistin Maria Scharapowa steuert weiter auf den Viertelfinalhit gegen Serena zu. Sie gab gegen Aliaxandra Sasnowitsch (BLR) ebenfalls nur drei Games ab.

20.01.2016, 15:19
AG/red
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