Foto: GEPA

Murray triumphiert in der Wiener Stadthalle!

30.10.2016, 19:14

Der Gewinner der Erste Bank Open 2016 heißt Andy Murray! Der 29- jährige Schotte triumphierte am Sonntag vor ausverkauften Rängen - und damit mehr als 8000 Tennis- Fans - gegen den Franzosen Jo- Wilfried Tsonga mit 6:3, 7:6(6). Damit fuhr der zweifache Olympiasieger, dreifache Major- Champion und aktuelle Weltranglisten- Zweite Murray seinen bereits zweiten Wien- Sieg nach 2014 ein! Und das, obwohl Murray am Samstag einen spielfreien Tag gehabt hatte, weil Titelverteidiger David Ferrer wegen einer Beinverletzung nicht antreten hatte können.

In der laufenden Saison hat Murray  damit bereits seinen siebenten Titel gewonnen, insgesamt den 42. seiner Tennis- Karriere - er steuert weiter in Richtung Nummer eins der Welt zu. Denn der Schotte hat mit den 500 Zählern in Wien den Rückstand auf Weltranglisten- Leader Novak Djokovic  auf 915 Punkte verringert. Sein großes Ziel, den Serben per Saisonende zu überholen, ist damit wieder ein Stück näher gerückt. Sollte Murray in Paris den Titel holen und Djokovic nicht im Endspiel stehen, würde der Schotte erstmals auf Platz eins stehen, das gleiche gilt für Murray im Finale und ein Djokovic- Aus spätestens im Viertelfinale.

Gedankenspiele an Gipfelsturm in Paris?

"An so etwas denke ich nicht. Ich kann Novaks Resultat nicht kontrollieren, ich kann nur meines kontrollieren", verwarf Murray diesbezügliche Gedankenspiele. "Ich müsste in Paris fünf Matches und ein Masters- Series- Turnier gewinnen - und in Paris habe ich nie so besonders gut gespielt", warnte Murray vor zu viel Vorschusslorbeeren. Wie auch immer: Murray nimmt für den zweiten Wien- Titel, den ersten hatte er noch in der ATP- 250er- Kategorie gewonnen, neben den Punkten einen Siegerscheck in Höhe von 428.800 Euro (brutto) mit. Tsonga  darf sich mit 201.380 Euro, 300 Zählern und seinem ersten Saison- Endspiel trösten.

Murray: "Jo hat am Ende sehr hart gekämpft"

"Jo hat am Ende sehr hart gekämpft und spielte im zweiten Satz viel besser. Das Tiebreak war wirklich knapp", meinte Murray, der allerdings auch um einiges schneller hätte gewinnen können. Bei 3:1 im zweiten Durchgang hatte er bei 0:40 drei Chancen, auf 4:1 zu stellen. "Er hat dann wesentlich aggressiver gespielt." Zu Beginn des Turniers habe Murray noch Schwierigkeiten gehabt. "Ich habe mich auf dem Platz nicht so gut gefühlt. Aber ich habe zuletzt sehr viel Tennis gespielt, ein paar Änderungen an meiner Bespannung gemacht und dann habe ich in den letzten Matches eine bessere Kontrolle gehabt", analysierte Murray. "Ich habe heute mein bestes Tennis der Woche gespielt, das freut mich natürlich."

Tsonga: "In 2. Hälfte des 2. Satzes besser gespielt"

Tsonga konnte den dreifachen Major- Sieger jedenfalls nur im zweiten Satz fordern. Murray war eigentlich schon mit 6:2, 4:2 vorangelegen, als dem Wien- Sieger von 2011 mit seinem ersten Breakball im Match ein Rebreak zum 4:4 gelang. Tsonga spielte aggressiver und zwang den Schotten ins Tiebreak. Im Gegensatz zum vergangenen Sonntag, als Murray das Schauturnier "Tie Break Tens" im Finale gegen Dominic Thiem  verloren hatte, ließ der Weltranglisten- Zweite aber auch keine Verlängerung zu: Mit dem zweiten Matchball sicherte sich der 29- jährige Wimbledon- Sieger den Triumph.

Tsonga selbst war letztlich mit seiner Performance zufrieden. "Ich habe in der zweiten Hälfte des zweiten Satzes ein bisschen besser gespielt. Da war es eng, aber ich bin sehr glücklich über meine Woche. Ich habe gutes Tennis gespielt, habe bis zum Ende gekämpft und es war schön, fünf Matches in Folge so zu spielen", erklärte der Franzose und dies sei schon lange nicht mehr der Fall gewesen.

Jo-Wilfried Tsonga
Foto: APA/HANS PUNZ

Alle Wien- Einzel- Endspiele seit 2000 im Überblick

2000 - Tim Henman (GBR) - Tommy Haas (GER) 6:4, 6:4, 6:4
2001 - Tommy Haas (GER) - Guillermo Canas (ARG) 6:2, 7:6, 6:4
2002 - Roger Federer (SUI ) - Jiri Novak (CZE) 6:4, 6:1, 3:6, 6:4
2003 - Roger Federer (SUI) - Carlos Moya (ESP) 6:3, 6:3, 6:3
2004 - Feliciano Lopez (ESP)- Guillermo Canas (ARG) 6:4, 1:6, 7:5, 3:6, 7:5
2005 - Ivan Ljubicic (CRO) - Juan Carlos Ferrero (ESP) 6:2, 6:4, 7:6
2006 - Ivan Ljubicic (CRO) - Fernando Gonzalez (CHI) 6:3, 6:4, 7:5
2007 - Novak Djokovic (SRB) - Stanislas Wawrinka (SUI) 6:4, 6:0
2008 - Philipp Petzschner (GER) - Gael Monfils (FRA) 6:4, 6:4
2009 - Jürgen MELZER (AUT) - Marin Cilic (CRO) 6:4, 6:3
2010 - Jürgen MELZER (AUT) - Andreas HAIDER- MAURER (AUT) 6:7(10), 7:6(4), 6:4
2011 - Jo- Wilfried Tsonga (FRA) - Juan Martin del Potro (ARG) 6:7(5), 6:3, 6:4
2012 - Juan Martin Del Potro (ARG) - Grega Zemlja (SLO) 7:5, 6:3
2013 - Tommy Haas (GER) - Robin Haase (NED) 6:3, 4:6, 6:4
2014 - Andy Murray (GBR) - David Ferrer (ESP) 5:7, 6:2, 7:5
2015 - David Ferrer (ESP) - Steve Johnson (USA) 4:6, 6:4, 7:5
2016 - Andy Murray (GBR) - Jo- Wilfried Tsonga (FRA) 6:3, 7:6(6)

Marach  verpasst zweiten Wien- Doppel- Titel
Bereits am frühen Nachmittag hätte Oliver Marach beinahe seinen zweiten Doppel- Titel in Wien nach 2009 gefeiert. Doch der 36- jährige Steirer unterlag vor rund 6000 Zuschauern in der Wiener Stadthalle an der Seite des Franzosen Fabrice Martin nach 102 Minuten dem als Nummer vier gesetzten Duo Lukasz Kubot/Marcelo Melo (POL/BRA- 4) mit 6:4, 3:6, 11:13. Im Match- Tiebreak vergaben Marach/Martin zunächst eine 4:1- Führung und gerieten 4:7 in Rückstand. Nach vier abgewehrten Matchbällen erarbeiteten sie sich bei 11:10 einen Matchball.

"Wenn es so eng ist, tut es immer weh. Bei uns fehlen ein paar Dinge. Man muss sagen, Lukasz hat die Partie für sie rausgerettet, der hat sehr gut gespielt", zollte Marach seinem ehemaligen Doppelpartner Lob. Das Siegerpaar teilt sich einen Scheck über 126.400 Euro und darf sich über 500 Punkte für das ATP- Ranking freuen. Marach/Martin teilen sich 59.720 Euro und gewannen 300 Punkte.

Fabrice Martin und Oliver Marach
Foto: GEPA

Für Marach bleibt es damit bei bisher 15 Doppel- Turniersiegen auf der Tour in insgesamt 33 Finali. "Nichtsdestotrotz war es eine sehr gute Woche. Wir haben zwei sehr gute Doppel- Teams geschlagen", meinte Marach. Noch ist nicht klar, ob Marach und Martin, die mit einem Titel in Wien im Race sogar auf Platz 10 vorgestoßen wären, auch 2017 zusammen spielen. "Wir werden besprechen, ob wir beide dazu bereit sind, ein paar Dinge zu ändern. Wir können sehr gut spielen, aber es ist noch so viel Luft nach oben, was wir verbessern können", hofft Marach.

30.10.2016, 19:14
AG/red
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