Foto: ORF, EXPA

Matthias Mayer: Es ist doch schlimmer - Saison aus

20.12.2015, 08:09

Erst war lediglich von einer Prellung die Rede, dann von einer Fraktur samt vierwöchiger Pause. Aber jetzt ist doch alles viel schlimmer: Für Olympiasieger Matthias Mayer ist nach seinem schweren Sturz bei der Abfahrt in Gröden die Saison vorbei. Bei einer neuerlichen Untersuchung in Innsbruck stellte sich heraus, dass der 6. und 7. Brustwirbel gebrochen sind. Im Video oben sehen Sie den bösen Crash.

Zielraum der Saslong, Samstag um 12.45 Uhr. Unter den sonst so lautstarken Fans von Matthias Mayer herrscht gespenstische Stille. Entsetzen. Frauen haben Tränen in den Augen. Die Bilder vom Olympiasieger, der nach seinem Horrorsturz regungslos im Schnee lag, schockieren alle.

Margret Mayer, die Mutter von Matthias, ist ausnahmsweise nicht beim Rennen in Gröden. Weil sie daheim einen kranken Freund betreut. Aber sie hatte vor dem TV- Gerät bange Minuten zu überstehen. Dabei konnte sie gar nicht wissen, wie dramatisch die Szenen oben am Berg wirklich waren.

Österreichs Abfahrtstrainer Florian Winkler stand an der Stelle oberhalb der Ciaslat- Wiese, an der der Olympiasieger so schwer zu Sturz kam. "Wie es genau passiert ist", erzählt er, "habe ich nicht mitbekommen. Aber ich war danach sofort bei ihm." Auch für ihn angsteinflößende Momente. "Wegen des starken Aufpralls konnte Matthias minutenlang nicht atmen", beschreibt er weiter, "aber er war zum Glück bei Bewusstsein, hat alles mitbekommen!" Und als auch das mit dem Atmen wieder besser klappte, stöhnte der Kärntner seinem Trainer zu: "Sag ihnen, dass alles passt!"

Verletzung doch schlimmer

Am Sonntagvormittag dann eine Presseaussendung vom ÖSV. Derzufolge ist leider doch alles schlimmer als befürchtet: 6. und 7. Brustwirbel gebrochen. "Beim 7. Brustwirbel handelte es sich um eine instabile Fraktur. In einem operativen Eingriff, der noch gestern Nacht durchgeführt wurde, ist der Bereich vom 5. bis 8. Brustwirbel verschraubt worden. Für Mayer ist die Saison damit frühzeitig beendet", heißt es in dem Schrieb.

"Matthias geht es den Umständen entsprechend gut. Er muss jetzt mindestens zehn Tage hier bleiben, bevor er in häusliche Pflege entlassen werden kann", erklärte Dr. Michael Gabl, der die Operation im Sanatorium Kettenbrücke gemeinsam mit Dr. Klaus Galiano durchgeführt hatte.

Mayer schon wieder optimistsich

Matthias Mayer war heute früh nach der Operation noch müde, aber bereits guten Mutes: "Es hätte viel schlimmer sein können. Da wächst alles wieder zusammen", blickt der Abfahrts- Olympiasieger positiv in die Zukunft.

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20.12.2015, 08:09
red/Kronen Zeitung
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