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Krieg der Sterne: Hamilton und Rosberg crashen

15.05.2016, 14:30

Unglaubliche Geschichte: Die beiden favorisierten Mercedes sind am Sonntag bereits in der ersten Runde des Formel- 1-GP von Spanien nach einer Stallkollision ausgeschieden. WM- Leader Nico Rosberg hatte in der ersten Kurve die Führung von Pole- Mann Lewis Hamilton übernommen. Nach einem Gegenangriff des Engländers kam aber für beide Piloten das Aus. Den Crash sehen Sie oben im Video! Am Ende des Rennens gab es übrigens den nächsten Aufreger: Max Verstappen gewann mit gerade einmal 18 Jahren als jüngster Fahrer der Geschichte einen Formel- 1-GP - und das bei seinem Debüt für sein neues Team Red Bull!

Lauda  fand bereits unmittelbar nach dem Silberpfeil- Crash, lange vor Renn- Ende, als Erster ziemlich eindeutige Worte. "Lewis  ist zu aggressiv. Er hätte es dort niemals probieren dürfen", sagte der Österreicher. Dass die zwei "Silberpfeile" wegen eines selbst verschuldeten Crashs ausfielen, sei für ihn inakzeptabel und unglaublich, meinte er auf dem Weg ins Mercedes- Motorhome, wo auch Daimler- Chef Dieter Zetsche seinen Augen nicht trauen konnte.

Lauda: "Wir hätten das Rennen gewinnen können"

"Es war dumm. Wir hätten das Rennen gewinnen können", stellte Lauda klar. Motorsportchef Toto Wolff  stimmte ihm zu: "Das war ein Sieg oder ein erster und zweiter Platz für das Team, die weggeworfen wurden. 43 Punkte in der Mülltonne - und viel Arbeit, die in den letzten Wochen in den Motor und ins Auto geflossen ist. Das wissen die beiden auch und so fühlen sie sich."

In der überaus erfolgreichen Mercedes- Ära des Gespanns Hamilton und Rosberg,  das 2013 formiert wurde, war der Rennunfall von Barcelona nicht der erste Selbstfaller. Im Belgien- Grand- Prix 2014 in Spa war Rosberg schon in Runde zwei mit Hamiltons Auto kollidiert. Die Folgen waren aber nicht so dramatisch wie dieses Mal: Der Deutsche, der nachher die Verantwortung für den Zusammenstoß übernahm, wurde am Ende Zweiter, Hamilton stellte seinen Wagen kurz vor Schluss ohne Chance auf Punkte ab. Rosberg hatte bei seinem Angriff das linke Hinterrad am Hamilton- Boliden getroffen.

Wolff: "Es war ein normaler Rennunfall"

Dieses Mal sei die Schuldfrage nicht so eindeutig zu klären, meinte Wolff. "Es ist nicht so, dass man einem ausschließlich die Schuld zuweisen könnte", sagte der Österreicher. "Wenn man sich die Bilder oft genau anschaut und die Daten, ist es zumindest nicht schwarz und weiß. Schauen wir einmal, was die Stewards sagen." Wolff ging nicht von einer Bestrafung aus. "Meiner Meinung nach kann es keine Strafe geben, es war ein normaler Rennunfall." Diese Einschätzung teilten die Stewards auch. Die Reaktion von Lauda kommentierte Wolff indes wie folgt: "Der Niki hat die Fahrer- Kappe auf, das ist auch richtig so."

Die Mercedes- Bosse befragten die Piloten nach dem Vorfall getrennt voneinander. Rosberg und Hamilton hätten sich beide entschuldigt. Interne Sanktionen solle es vorerst nicht geben. "Wir sind über die Konsequenzen hinweg nach all den Jahren. Die beiden haben wirklich super Rennen geliefert. Wir haben sie auch Rennen fahren lassen gegeneinander. Das so etwas mal passiert, war absehbar. Ich bin da ein klein wenig ruhiger als vor zwei Jahren", erklärte Wolff. "Vielleicht müssen sie sich ein bisschen mehr besinnen."

Falsche Motorstufe am Rosberg- Mercedes

Übrigens: Auslöser des Mercedes- Dramas dürfte die falsche Einstellung der Motorsteuerung am Boliden von Rosberg gewesen sein. "Mein Schalter war leider in der falschen Motorposition, also hatte ich weniger Motorpower zu dem Zeitpunkt, und somit konnte der Lewis aufschließen", erklärte der Deutsche, der danach "die Türe zugemacht" habe. Er habe überhaupt nicht damit gerechnet, dass Hamilton trotzdem vorbeiziehen wollte. "Ich bin natürlich sehr frustriert, weil ich hatte einen super Start und ein richtig cooles Manöver in die erste Kurve rein", sagte Rosberg über den Vorfall zwischen der dritten und vierten Kurve. "Das war mein Sieg heute - und daraus ist gar nichts geworden."


Sieg im Rennen geht an Youngster Max Verstappen

Den Grand Prix, der nach dem Crash der beiden Silberpfeile logischerweise fortgesetzt wurde, entschied am Ende übrigens sensationell der Niederländer Max Verstappen auf Red Bull  für sich. Damit ist der gerade erst 18 Jahre alte Verstappen ab sofort der jüngste Sieger eines Formel- 1-Rennens überhaupt! Mehr Infos zum Grand Prix finden Sie HIER! 

15.05.2016, 14:30
AG/red
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