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Kabine gestürmt! Acht Verletzte nach Tiroler Derby

01.10.2016, 11:27

Bei schweren Ausschreitungen nach dem Tiroler Derby zwischen Wattens und Wacker Innsbruck in der Ersten Liga (oben im Video) sind am Freitagabend acht Personen verletzt worden, darunter vier Polizisten und ein Security- Mitarbeiter. Nach Spielende stürmten etwa 20 voll vermummte Anhänger von Wacker Innsbruck die Kabine ihres Teams, 60 Personen verschafften sich Zutritt zum Trainingsplatz.

Beim Sturm der Kabine kam es laut Exekutive zu "tumultartigen Auseinandersetzungen" mit den Polizeikräften, die Pfefferspray einsetzten. Die Situation sei aber rasch unter Kontrolle gebracht worden. Einige der auf den nördlich des Stadions gelegenen Trainingsplatz eingedrungenen Personen waren mit langen Holzstangen bewaffnet und ebenfalls vermummt. Sie konnten von der Polizei auf die Straße zurückgedrängt werden.

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Noch im Stadion wurden sechs Personen festgenommen, teilte die Polizei mit. Drei Personen wurden wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung und wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt angezeigt, neun weitere erhielten Anzeigen aufgrund verschiedener Verwaltungsdelikte. Sechs Personen wurden leicht verletzt, bei zwei Polizisten stand der Verletzungsgrad zunächst nicht fest.

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Spiel musste unterbrochen werden

Ausschreitungen hatte es bereits während des Spiels gegeben. Wegen bengalischer Feuer, die aus dem Wacker- Sektor auf das Spielfeld geworfen wurden, musste das Spiel in der 61. Minute für rund sieben Minuten unterbrochen werden. Während dieser Zeit begaben sich die Teams in ihre Kabinen - zu sehen oben im Video!

Hörtnagl verteidigt Fans

Wacker- General- Manager Alfred Hörtnagl verteidigte hingegen die Fans: "Es ist ganz normal, dass die Fans enttäuscht sind und diese Enttäuschung zum Ausdruck bringen. Am Ende waren die Fans diszipliniert, sie hätten leicht auf das Spielfeld rennen können. Ich habe volles Verständnis, dass die Fans sauer reagieren. Über die Fans lasse ich überhaupt nichts kommen, sie stehen wenigstens da und unterstützen die Mannschaft."

Wacker- Präsident Josef Gunsch sah die Sache etwas anders: "Wir als FC Wacker Innsbruck verstehen die Enttäuschung der Fans, stellen aber bedingungslos fest, dass wir jegliche Art von Aggression verurteilen. Damit löst man keine Probleme. Wir sind in engem Austausch mit den Behörden und werden diesen Vorfall nicht auf sich beruhen lassen. Der FC Wacker Innsbruck steht aus tiefer Überzeugung zu seiner Verantwortung gegenüber der Jugend und toleriert dieses Vorgehen einiger offensichtlich unbelehrbarer Fans in keinster Weise", war auf der Homepage des Klubs zu lesen.

01.10.2016, 11:27
AG/red
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