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Fill bester Abfahrer! ÖSV- Asse bleiben sieglos

16.03.2016, 11:17

Der Abfahrts- Weltcup ist entschieden! Der Südtiroler Peter Fill krönte sich in St. Moritz zum besten Abfahrer in dieser Saison. Der 33- Jährige ist der erste Italiener, der sich die Abfahrtskugel sichern konnte. Fix ist auch, dass die ÖSV- Asse in dieser Saison in der Königsdisziplin ohne Sieg bleiben. Der Schweizer Beat Feuz feierte im letzten Abfahrtsrennen in St. Moritz einen Heimerfolg.

Ein Start, bei dem Nicht- Rennfahrern das Herz in die Hose rutscht. In nur sechs Sekunden von null auf 130 km/h - da wird so manches Rennauto blass vor Neid. Auf der Highspeed Strecke in der Schweiz kam am Mittwoch der Lokalmatador Beat Feuz am besten zurecht. Auf Platz zwei landete der Amerikaner Steven Nyman (+0,08 Sek.), Dritter wurde der Kanadier Erik Guay. Feuz war nach seinem Sieg überglücklich: "Ich hab den Heimvorteil super genützt. Ein grandioser Abschluss für mich!"

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Für den neuen Abfahrts- Weltcupsieger Peter Fill reichte Platz zehn zum größten Erfolg seiner Karriere. Im Ziel kannte der Jubel dann keine Grenzen: "Jaaaaa", schrie Fill nachdem er abschwang. "Das war mein größter Traum. Der Druck war riesengroß, aber es ist gut ausgegangen. Jetzt ist hoffentlich der Fluch vorbei", so Fill, der als erster Italiener die Abfahrtskugel mit nach Hause nehmen darf.

Paris: "Endlich geht die Kugel nach Südtirol"

Dominik Paris ging als 19. leer aus: "Es war sehr schwierig zu fahren. Den linken Fuß hab ich schon sehr gespürt. Ich werde den Super- G auslassen und mich auskurieren", so der Südtiroler, der im Training gestürzt war. Glückwünsche für seinen Teamkollegen gab es trotzdem: "Endlich geht die Kugel nach Südtirol!"

Österreicher enttäuschten

Die Österreicher verpassten in St. Moritz die letzte Chance auf den ersten Saisonsieg in der Abfahrt. Als bester ÖSV- Athlet belegte Vincent Kriechmayr Rang neun. Romed Baumann (12.), Hannes Reichelt (13.), Otmar Striedinger (18.) und Klaus Kröll (20.) blieben hinter ihren Erwartungen. "Wir sind auch überhaupt nicht zufrieden, keine Frage. Die Statistik ist eins, die ganzen Geschichten dahinter wieder was anderes. Wir werden das auf jeden Fall sehr gut analysieren und auch Veränderungen vornehmen. Wir werden die Ärmel aufkrempeln und angreifen", sagte ÖSV- Sportdirektor Hans Pum. Er hofft, dass alle Verletzten wieder fit zurückkommen. "Wir werden alles tun, um dorthin zurückkehren, wo Österreich hingehört." Veränderungen werde es im personellen und strukturellen Bereich geben.

Reichelt sah laut eigenen Angaben "keine einzige Welle" außer ganz oben, danach sei es finster gewesen. "Das ist unser Sport. Es hat sehr variiert", sagte der Salzburger, der aus der Topgruppe fiel. "Mit drei Nullern bist gleich einmal hinten", kam das für ihn nicht überraschend. Reichelt kämpfte nach seinem bösen Sturz in Kitzbühel mit der Form, zuletzt war er zudem krank. "Das letzte Rennen hat irgendwie zur gesamten Saison gepasst. Es war kein Ausreißer nach vorne, ich war aber auch nicht Letzter", sagte der Tiroler Baumann.

Endstand der Weltcup- Abfahrt der Herren in St. Moritz:
1. Beat Feuz (SUI) 1:40,44 Sek.
2. Steven Nyman (USA) 1:40,52 +0,08
3. Erik Guay (CAN) 1:40,98 +0,54
4. Kjetil Jansrud (NOR) 1:41,29 +0,85
5. Johan Clarey (FRA) 1:41,32 +0,88
6. Travis Ganong (USA) 1:41,40 +0,96
7. Valentin Giraud Moine (FRA) 1:41,48 +1,04
8. Carlo Janka (SUI) 1:41,58 +1,14
9. Vincent Kriechmayr (AUT) 1:41,73 +1,29
10. Peter Fill (ITA) 1:41,80 +1,36
11. Bostjan Kline (SLO) 1:41,86 +1,42
12. Romed Baumann (AUT) 1:41,87 +1,43
13. Hannes Reichelt (AUT) 1:41,99 +1,55

14. Manuel Osborne- Paradis (CAN) 1:42,10 +1,66
15. Christof Innerhofer (ITA) 1:42,15 +1,71
16. Adrien Theaux (FRA) 1:42,22 +1,78
17. Andreas Sander (GER) 1:42,24 +1,80
18. Otmar Striedinger (AUT) 1:42,32 +1,88
19. Dominik Paris (ITA) 1:42,78 +2,34
20. Klaus Kröll (AUT) 1:42,87 +2,43
21. Andrew Weibrecht (USA) 1:42,99 +2,55
22. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) 1:43,41 +2,97

Anmerkung: Beim Weltcup- Finale erhalten nur die Top 15 Punkte.

16.03.2016, 11:17
red
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