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Federer und Djokovic spazieren ins Halbfinale

26.01.2016, 13:47

Das programmierte Halbfinal- Duell der Herren in der oberen Raster- Hälfte der Australian Open ist realisiert, der topgesetzte Novak Djokovic und Roger Federer (3) spielen um den Finaleinzug. Beide setzten sich am Dienstag in ihren Viertelfinalpartien in drei Sätzen durch. Federer besiegte den Tschechen Tomas Berdych (6) 7:6(4), 6:2, 6:4, Djokovic den Japaner Kei Nishikori (JPN) 6:3, 6:2, 6:4.

Federers Dominanz war eher erwartet worden, die von Djokovic überraschte ein wenig. Nishikori hatte ihn im Halbfinale der US Open 2014 besiegt und in Melbourne davor einen guten Eindruck hinterlassen. Der "Djoker" wiederum hatte im Achtelfinale gegen Gilles Simon 100 unerzwungene Fehler begangen und war nur in fünf Sätzen aufgestiegen. Ganz überzeugend agierte er auch gegen Nishikori nicht, der war aber viel zu fehlerhaft.

Djokovic hatte nach dem Simon- Match auf ein Training verzichtet. "Manchmal ist weniger mehr", begründete der Titelverteidiger seine Entscheidung, den für ihn spielfreien Montag ausschließlich zur Erholung zu nutzen. Gegen Nishikori wirkte er wieder deutlich frischer und machte den Erfolg nach lediglich 2:07 Stunden perfekt.

Für Federer ist es sein 39. Grand- Slam- Halbfinale und sein zwölftes in Melbourne, nachdem er es im Vorjahr erstmals seit 2003 verpasst hatte. Den ersten Satz gegen Berdych hatte er im Tiebreak für sich entschieden, den zweiten Durchgang gestaltete der Eidgenosse weitaus souveräner. Im dritten Satz lag der 34- Jährige mit Break zurück, ließ diesen Makel aber nicht auf sich sitzen und beendete die Partie nach 2:16 Stunden.

"Tomas ist ein Spieler, der mich im Laufe der Jahre immer wieder vor Probleme gestellt hat", räumte Federer ein. Zweimal hatte der Tscheche Grand- Slam- Duelle mit Federer zuletzt gewonnen. Für den Rekordgewinner an Grand- Slam- Titeln geht es in weiterer Folge um seinen fünften Australian- Open- Titel, für Djokovic um seinen sechsten. Federer jagt seinen 18. Major- Titel, Djokovic seinen elften.

Ausgeglichene Bilanz

In Duellen an gespielten Matches steht es zwischen den beiden 22:22, dazu kommt aber ein von der ATP nicht geführter w.o.- Sieg von Djokovic im Endspiel des Londoner World- Tour- Finales 2014. "Ich fühle mich derzeit super am Netz", erklärte Federer. "Novak Djokovic verfügt über die besten Returns. Ich werde sicher auch gegen ihn offensiv spielen. Aber ich denke auch, dass ich meine Angriffe gegen ihn besser vorbereiten muss."

2015 gewann Djokovic gegen Federer in den Major- Endspielen von Wimbledon und New York, nun prallen die beiden am Donnerstag schon eine Stufe früher aufeinander. Die vier jüngsten Duelle der beiden vor einem Finale gewann alle Federer. "Ich muss versuchen, Djokovic zu überraschen. Ich werde mich mit meinen Trainern Seve Lüthi und Ivan Ljubicic beraten. Ich bin überzeugt, wir finden die erfolgsversprechende Taktik." Am Mittwoch spielen Gael Monfils (FRA- 23) und Milos Raonic (CAN- 13) bzw. David Ferrer (ESP- 8) und Andy Murray (GBR- 2) um das zweite Halbfinalduell.

Williams gegen Scharapowa problemlos

Titelverteidigerin Serena Williams hat bei den Damen das Halbfinale erreicht. Die Weltranglisten- Erste aus den USA gewann gegen Maria Scharapowa aus Russland mit 6:4, 6:1. Es war der 18. Sieg in Serie von Williams im Tennis- Duell mit Scharapowa. Die Amerikanerin verwandelte nach 1:32 Stunden ihren ersten Matchball.

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Im Kampf um den Einzug ins Endspiel trifft Williams am Donnerstag auf Agnieszka Radwanska. Die Polin setzte sich in ihrem Viertelfinale gegen Carla Suárez Navarro aus Spanien klar mit 6:1, 6:3 durch.

Scharapowa konnte die Partie gegen Williams nur im ersten Satz offen gestalten. Die Russin startete aggressiv und nahm der Amerikanerin sofort das Service ab. Doch die derzeit beste Spielerin der Welt ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen und schaffte zum 2:2 ebenfalls ein Break. Danach lieferten sich die beiden Superstars in der Rod Laver Arena einen packenden Schlagabtausch. Scharapowa hatte ihre Chancen, konnte diese aber nicht nutzen. Stattdessen holte sich Williams nach 55 Minuten den ersten Satz.

Danach verlor Scharapowa den Glauben, erstmals seit zwölf Jahren wieder eine Partie gegen ihre Erzrivalin gewinnen zu können. Williams gelangen zwei schnelle Breaks, die zuvor hochklassige Begegnung wurde nun doch sehr einseitig. Williams war dennoch erleichtert, erneut im Halbfinale zu stehen. "Es war eine sehr intensive Partie", sagte die Nummer eins der Welt.

Radwanska hatte zuvor gegen Suárez Navarro keinerlei Probleme. Die Gewinnerin der WTA- Finals von 2015 benötigte nur 82 Minuten für ihren klaren Erfolg. Ihre Bilanz gegen Williams ist aber ebenfalls niederschmetternd. Noch nie konnte die Polin gegen die Amerikanerin gewinnen, Williams siegte in allen bisherigen acht Aufeinandertreffen.

26.01.2016, 13:47
AG/red
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