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England schlägt Schotten, Weltmeister im Schongang

11.11.2016, 23:22

England hat das prestigeträchtige Duell mit Schottland im Rahmen der WM- Qualifikation klar für sich entschieden. Die Three Lions setzten sich Freitagabend im Wembley- Stadion gegen den Rivalen nach drei Kopfballtreffern mit 3:0 durch. Während die Engländer damit auf Kurs Richtung Endrunde 2018 in Russland blieben, kassierten die Schotten den nächsten Rückschlag.

Deutschland holte mit einem 8:0 bei Fußball- Zwerg San Marino den eingeplanten Pflicht- Dreier. Der Weltmeister blieb damit auch nach der vierten Runde makellos. Frankreich schlug Schweden in einem Duell zweier zuvor ungeschlagener Mannschaften mit 2:1, wobei die Skandinavier in St. Denis zunächst in Führung gegangen waren. Polen setzte sich in seiner Gruppe mit einem 3:0 in Rumänien an die Spitze.

Sturridge bringt England auf Siegeskurs

Das älteste internationale Duell im Weltfußball brachte in London einen Favoritensieg. Mit Daniel Sturridge in der 24. und Adam Lallana in der 50. Minute trafen zunächst zwei Liverpool- Profis für die Elf von Interimscoach Gareth Southgate. Gary Cahill vollendete nach einer Stunde dann ebenfalls per Kopf den deutlichen Erfolg der abwartend ins Spiel gestarteten Engländer. Southgate darf sich damit weiter Hoffnungen auf seinen Verbleib im Amt machen.

Schottland verschwendete indes seine Möglichkeiten. Vor 14.000 Gäste- Fans im Wembley - vor Anpfiff gab es am "Remembrance Day" eine Schweigeminute - hätte Grant Hanley fast postwendend ausgleichen müssen (26.). James Forrest hatte unmittelbar vor dem 0:2 sein Visier schlecht eingestellt. So bleibt es bei nur einem Pflichtspielsieg der "Bravehearts" gegen den Nachbarn in den vergangenen 31 Jahren. Der datiert aus dem Jahr 1999 im zuvor letzten Vergleich.

England rangiert in Gruppe F damit weiter ungeschlagen mit nun zehn Punkten aus vier Spielen an der Spitze. Slowenien folgt nach einem 1:0 auf Malta mit acht Zählern. Die Slowakei, am Dienstag in Wien Österreichs Testspielgegner, schlug Litauen in Trnava mit 4:0 und verdrängte die Schotten damit auf den fünften Tabellenplatz.

Dreierpack von Deutschland- Debütant Gnabry

Deutschland gestaltet Gruppe C derzeit nach Belieben. Der Kantersieg in Serravalle, der durch frühe Treffer von Sami Khedira (7.) und Serge Gnabry (9.) eingeleitet wurde, war der vierte im vierten Spiel auf dem Weg zum kommenden WM- Endrunde. Gnabry traf bei seinem Debüt im A- Team dann noch zweimal. Zum Jahresabschluss wartet auf den Weltmeister am Dienstag der Test gegen Italien in Mailand. Erster Verfolger Deutschlands ist nun Nordirland, nachdem die Briten das zuvor unbesiegte Aserbaidschan zu Hause mit 4:0 abfertigten.

Böllerattacke auf Lewandowski

Montenegro musste sich in Armenien trotz 2:0- Führung nach einem Gegentor in der 93. Minute noch mit 2:3 geschlagen geben. Die Balkan- Kicker gaben die Spitze in Gruppe E damit an Polen ab. Robert Lewandowski und Co. siegten in Rumänien dank Toren von Kamil Grosicki (11.) und des Kapitäns selbst (83., 91./Elfmeter) mit 3:0. Überschattet wurde die Partie zwischen Rumänien und Polen in Bukarest vom Wurf eines Böllers auf den Rasen, der direkt neben Lewandowski explodierte. Der zweifache Torschütze ging zu Boden und musste behandelt werden. Die Partie wurde kurz vor Ende der ersten Hälfte für etwa zehn Minuten unterbrochen. Lewandowski konnte aber weiterspielen.

Paris gedenkt der Opfer des Terrors

Im einzigen Spiel der Gruppe A hielten die Franzosen ihren WM- Kurs. Die punktegleich mit dem Vize- Europameister ins Spiel gestarteten Schweden gingen im Stade de France nach der Pause durch Emil Forsberg (55.) in Führung. Frankreich drehte die Partie aber innerhalb von zehn Minuten durch Tore von Paul Pogba und Dimitri Payet.

Zwei Tage vor dem Jahrestag der Anschläge gedachten die Zuschauer in St. Denis der Opfer der Pariser Terrornacht in einer Schweigeminute. Vor den Toren der Arena hatte am 13. November 2015 die Anschlagserie begonnen. Drei Selbstmordattentäter sprengten sich in die Luft, während Frankreich ein Testspiel gegen Deutschland bestritt. Ursprünglich hätte das Match laut FIFA- Kalender sogar am Jahrestag stattfinden sollen. Aus Respekt für die Opfer gab es aber eine Ausnahmegenehmigung.

11.11.2016, 23:22
AG/red
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