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EBEL- Schiri- Boss Seitz watscht seine "Pfeifen" ab

27.01.2016, 16:57

Kein Kommentar. Interviews verboten. Lyle Seitz hält über seine EBEL- Referees - zumindest nach den Spielen - stets die schützende Hand. Um in der Emotion nicht weiter Öl ins Feuer zu gießen. Verständlich, aber nur bedingt professionell. Im Fußball stellen sich die Schiris nach diskussionswürdigen Entscheidungen ja auch den Medien. Im heimischen Eishockey nicht.

Doch acht Runden vor den Play- offs platzte dem Kanadier, der 18 Jahre in der NHL pfiff, seit 2011 der Schiri- Boss in der EBEL ist, der Kragen: "Die Spieler und Trainer reißen sich den Hintern auf, machen einen professionellen Job. Die Referees nicht. So geht es nicht weiter."

"Die Entwicklung geht in die falsche Richtung"

Namen nennt Seitz aber keine: "Das wäre nicht fair. Aber die Referees müssen aufwachen. Derzeit hat es sich keiner verdient, in den Play- offs zu pfeifen." Jede Woche verschickt Seitz Video- Clips mit den besten und schlechtesten Entscheidungen an seine Referees, jeder Pfiff kommt unter die Lupe, daher weiß er: "Die Entwicklung geht in die falsche Richtung."

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Weshalb er sogar den Profi- Referees die Rute ins Fenster stellt: "Sie sollten eigentlich die Zugpferde in unserem Team sein. Mir sind das Alter und die Erfahrung egal. Wer jetzt nicht mitzieht, den hau ich raus. Wir haben auch gute Junge, dann rücken die nach. Davor schrecke ich auch in den Play- offs nicht zurück."

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Ein Weckruf zur rechten Zeit?

Nachsatz: "Ich weiß, dass der Job schwer ist, Fehler passieren, das ist normal. Aber wenn ein Referee die Regeln nicht kennt, sich an der Bande versteckt und so die Kontrolle verliert, dann werde ich verrückt. Viele sind bequem, glauben, besser zu sein, als sie sind." Starker Tobak. Auch ein Weckruf zur rechten Zeit?

27.01.2016, 16:57
Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung
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