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Dorfmeister: "Vonn fährt wieder an der Spitze mit"

11.01.2017, 17:00

319 Tage nach ihrem letzten Weltcup- Auftritt in Soldeu sind am Donnerstag alle Kameras auf Lindsey Vonn gerichtet: Wenn der US- Superstar beim Training in Zauchensee auf die Weltcup- Bühne zurückkehrt - nur zwei Monate nach einem komplizierten Oberarmbruch. Aber das war bei weitem nicht die einzige schwere Verletzung in ihrer Karriere - die 32- Jährige kam immer stark zurück.

Seit Dienstag ist Lindsey Vonn in Zauchensee, wo sie am Donnerstagg (10.45) beim ersten Training für die Abfahrt  ins Weltcup- Geschehen eingreift. 319 Tage nach ihrem Auftritt in Soldeu, wo sie am 28. Februar in der Kombination 13. wurde. Mit einem 16- Millimeter- Bruch im Schienbeinkopf, den sie sich tags zuvor zugezogen hatte und der schließlich das vorzeitige Saisonaus bedeutete.

Die geplante Rückkehr in den Weltcup wurde im November durch ihren Trainingssturz samt kompliziertem Oberarmbruch verschoben. Nur zwei Monate feiert sie das Comeback - das nächste der "Stehauffrau", die schon so viele Rückschläge hinnehmen musste.

Fast jedes Jahr eine schwere Verletzung

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit! 2009: schwere Unterarm- Prellung in Lienz, 2010: Fingerbruch in Whistler. 2011: Gehirnerschütterung nach Trainingssturz. 2013: Kreuzband- und Seitenbandriss, Schienbeinkopfbruch beim WM- Super- G in Schladming. Beim Comeback- Training im November reißt das Kreuzband ein, in Val d’Isère einen Monat später erneut ab. 2015: Bei einem Trainingssturz in Neuseeland bricht sie sich den linken Knöchel.

Foto: AP

Eigentlich unfassbar, wie sich der US- Star immer wieder herankämpfte. "Ich traue ihr aber zu, dass sie gleich wieder ganz an der Spitze mitfährt. Sie hatte schon schwerere Verletzungen als den Oberarmbruch und war bei der Rückkehr immer konkurrenzfähig", meint etwa "Krone"- Kolumnistin Michaela Dorfmeister.

Pum: "Der Skisport braucht sie"

Ex- Weltmeister Manni Pranger stößt ins selbe Horn:  "Vonn macht sicher nichts Unüberlegtes. Dieser Frau muss man alles zutrauen, auch wenn die Strecke schon eine Herausforderung ist. Doch wenn es wer packt, dann Lindsey." Für ÖSV- Sportdirektor Pum steht jedenfalls fest: "Gut, dass sie wieder da ist. Der Skisport braucht sie." Auch Teamkollegin Mikaela Shiffrin ist gespannt: "Ich halte ihr die Daumen, sie ist gut für unseren Sport." Schließlich treibt sie der Allzeit- Weltcuprekord von Ingemar Stenmark (86), auf den ihr noch zehn Siege fehlen, immer noch an. Dem kann sie nach Ansicht vieler Experten vielleicht schon in Zauchensee ein Stück näher kommen.

Herbert Struber/Vera Lischka, Kronen Zeitung

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