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Chinas Fußball- Wahnsinn auf Staatsanordnung!

31.01.2016, 17:17

Mehr Millionen Euro investiert als die englische Premiere League in dieser Winter- Übertrittszeit, 50.000 Leistungszentren aus dem Boden gestampft, Fußball- Taktik als Pflichtfach in der Schule - auf Staatsanordnung soll im kommunistischen China der Fußball zur National- Sportart werden. Denn Staatspräsident Xi Jinping ist großer Fußball- Fan und so soll auch die WM 2026 oder spätestens 2030 in China stattfinden. Reihenweise erliegen internationale Stars jetzt den finanziellen Lockrufen aus der chinesischen Super League.

Internationale Fußball- Stars wie Ramires (Chelsea gab ihn um 32 Millionen Euro an Jiangsu Suning ab), Renato Augusto (für acht Millionen von Corinthians an Peking Guoan), Paulinho (14 Millionen gingen an die Tottenham Hotspurs von Guangzhou Evergrande), Gervinho (AS Rom kassierte 18 Millionen von Hebei Fortune) sowie Fredy Guarin (Inter Mailand ließ sich von Shanghai Shenhua 13 Millionen überweisen) folgen dem Ruf des Geldes, selbst wenn das Ziel China heißt.

Dass sich die Legionäre nicht unbedingt wohl fühlen, zeigt eine überdurchschnittliche hohe Absprungrate. Die meisten Profis gehen noch nach Beendigung des ersten Vertragsjahres wieder nach Europa zurück. Wie etwa der deutsche Ex- Teamspieler Mike Hanke, der, weil er keine internationale Schule für seine Kinder fand, nach nur sechs Monaten einen Schlussstrich unter das Abenteuer gezogen hatte. "Auch an das Essen konnte ich mich nie gewöhnen."

Aber das Argument Bezahlung ist als Lockmittel für viele Stars groß genug, zumal sie oft im fortgeschrittenen Fußballer- Alter sind - Gagen von bis zu zehn Millionen Eurp pro Jahr werden gehandelt.

Regierungsplan: WM in China

Derzeit sind die Chinesen jenseits Rang 80 in der Fußball- Weltrangliste, geht es nach Staatspräsident Xi Jinping wird sich das aber bald ändern. Fußball bzw. Fußball- Taktik sind als Pflichtfächer in der Schule eingeführt worden, dazu wurden 50.000 (!) Leistungszentren im ganzen Land aus dem Boden gestampft. Ein besonderer Bonus für die Vereine: Fast alle Klubs in der Super League sind im Besitz großer Konzerne. Und die Konzernbosse wissen genau, dass sie mit Investitionen in den Fußball bei Staatspräsident Xi Jinping gute Figur machen.

Der bevölkerungsreichste Staat der Welt (1,37 Milliarden Einwohner) macht also nun auf Fußball. Leicht möglich, dass man in 20, 30 Jahren aus der Weltspitze nicht mehr wegzudenken sein wird.

31.01.2016, 17:17
AG/red
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