Foto: APA/GERT EGGENBERGER

Barisic staunt über sein Team: "Das war Kunst"

10.04.2016, 12:34

Das 317. Wiener Derby am Sonntag kommender Woche steht im Zeichen der Krise. Sowohl die Austria beim 0:2 gegen Grödig als auch Rapid beim 2:2 gegen den WAC legten am Samstag Selbstfaller hin, bei denen beide Clubs ihre aktuellen Probleme nicht ablegen konnten. Rapid- Coach Zoran Barisic gab sich lakonisch: "Es war eine große Kunst, dass wir dieses Spiel nicht gewonnen haben."

Dass Rapid trotz Toren von Tomi (13.) und Louis Schaub (43.) den ersten Sieg nach vier Ligapartien ohne Dreipunkter nicht nach Hause brachte und stattdessen späte Tore durch Issiaka Ouedraogo (83.) und Marc Andre Schmerböck (94.) kassierte, schmerzte Barisic sichtlich. "Ich bin furchtbar enttäuscht von dem Resultat. Eigentlich habe ich mir die Partie genau so vorgestellt, wie sie in der ersten Hälfte verlaufen ist. Ich habe gewusst, dass wir viele Kontermöglichkeiten haben werden. Es macht mich fuchsteufelswild, dass wir die vielen Chancen, die wir vorgefunden haben, nicht verwertet haben", schimpfte Barisic.

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"So viele Punkte hergeschenkt"

Der verschenkte Erfolg könnte im Titelrennen vorentscheidend gewesen sein. Salzburg hatte am (heutigen) Sonntag die Chance, mit einem Sieg gegen die Admira den Vorsprung bereits auf sechs Punkte auszubauen. Fünf Partien en suite ohne Sieg hat es in der dreijährigen Ära Barisic noch nicht gegeben. "Momentan überwiegt die Enttäuschung, dass wir so viele Punkte herschenken", meinte der 45- Jährige. "Das war auch schon gegen Ried (0:1) und Altach (0:0) der Fall."

Die Worte seines WAC- Kollegen bestätigten ihn. "Bis zur 75. Minute waren wir mausetot, aber Rapid hat uns verschont. Das Anschlusstor hat uns einen Ruck gegeben", gab Heimo Pfeifenberger zu Protokoll. Er durfte sich über einen weiteren wichtigen Punkt im Kampf gegen den Abstieg freuen.

Schwere Patzer bei Violett

In Wien- Favoriten musste die Austria anstelle des anvisierten Pflichtsiegs den nächsten Tiefschlag einstecken. Eine knappe Stunde drückend überlegen, bestraften sich die Violetten durch einen schweren individuellen Fehler von Raphael Holzhauser selbst. Von Grödigs Führung durch Benjamin Sulimani (58.) erholten sich die Hausherren nicht mehr. In den jüngsten sechs Heimauftritten gelang der Austria nur ein Sieg.

Trotz aller Enttäuschung wollte Thorsten Fink das Spiel analytisch sehen. "Ich wüsste nicht, was ich der Mannschaft über die ersten 60 Minuten sagen soll, was sie besser machen kann", meinte ein angeschlagen wirkender Austria- Trainer. Wie beim 0:0 im davorliegenden Heimspiel gegen den WAC suchte seine Elf vergeblich das Erfolgserlebnis. 21 Torschüsse waren es gegen die Kärntner, gegen Grödig produzierte die Austria deren 20.

Tore schoss aber nur das Schlusslicht aus Salzburg, das gegen nach dem Gegentreffer verunsicherte Wiener im Finish alles klar machte. Da hatten viele Austria- Anhänger das Stadion schon vorzeitig verlassen. Zumindest vom harten Fan- Kern gab es Unterstützung, Pfiffe musste sich einzig der eine Viertelstunde vor Schluss ausgetauschte Holzhauser gefallen lassen.

Fink und Almer bleiben cool

Fink wollte mit seinem Regisseur nach dessen haarsträubender Einlage vor dem 0:1 "nicht zu hart ins Gericht gehen. Er weiß, dass er das nicht machen darf." Ähnlich äußerten sich Holzhausers Teamkollegen. Von mangelndem Spielglück war die Rede. "Ich würde mir mehr Sorgen machen, wenn wir keine Chancen hätten. Wir müssen einfach bei den Abschlüssen konsequenter werden", betonte Kapitän Robert Almer.

Fakt bleibt, dass der gegen Grödig zum dritten Mal in Folge torlos gebliebene Herbstmeister in der Rückrunde nur 12 Punkte aus 12 Spielen geholt hat, dabei sechs Mal verlor und in dieser Phase nur Rang neun einnimmt. Im Derby könnte es die nächste Pleite setzen. Fink und Almer erklärten aber unisono, nach vorne schauen zu wollen. "Wir werden trotzdem mit Selbstvertrauen ins Spiel gehen. Das Derby ist ein anderes Spiel", wollte der Trainer betont wissen.

10.04.2016, 12:34
AG/red
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