Foto: KRISTIAN BISSUTI

Austrias "Spiel der Angst" - gut fürs Adrenalin!

04.08.2016, 10:16

Alarmstufe Rot heute in Trnava! Die schweren Krawalle der slowakischen Chaoten vor einer Woche beim Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde der Europa League schwirren noch in den Köpfen aller herum, der zweite Teil des Duells zwischen Spartak Trnava und der Wiener Austria im Stadion Antona Malatinskeho wird davon überschattet. 19.000 fanatische Fans werden erwartet, ein großes Polizeiaufgebot soll Mannschaft, Delegation und Fans der Austria schützen.

Dass alles an der Mannschaft nicht spurlos vorüberging, ein Thema ist, weiß auch Trainer Thorsten Fink. Der ist jedoch aus seiner Spielerzeit bei Bayern München "Europacup- gestählt", kann, so zumindest sagt er, mit Vorfällen, wie sie sich in Wien ereigneten, gut umgehen: "Ich war dabei, als in Madrid Fans von Real unseren Bayern- Bus mit Steinen bewarfen, ich war dabei, als einmal in Magdeburg Skinheads den Bus umzingelten, weit und breit keine Polizei zu sehen gewesen war - natürlich darf das alles nicht sein, aber das muss man ausblenden, daran darf man keinen Gedanken verschwenden. Wenn man es positiv sehen will, dann ist es immerhin gut für das Adrenalin. Letztendlich ist für mich entscheidend, dass auf dem Platz die Sicherheit aller gewährleistet ist, entscheidend ist dann auch, was auf dem Platz sportlich passiert."

Almer: "UEFA wird schon hinschauen"

Für Robert Almer ist auch die UEFA gefordert: "Wir haben in Wien mitbekommen, was sich da zugetragen hat - aber das muss ja auch der Europäische Fußballbund mitbekommen haben. Ich gehe davon aus, dass von Seiten Trnavas alles für die Sicherheit getan wurde, die UEFA wird schon genau hinschauen."

Er selbst hält es wie sein Trainer, der Kapitän muntert auch seine Mitspieler auf: "Ich kenne solche Situationen auch von Spielen mit dem Nationalteam, in Moldawien oder Montenegro war die Stimmung ebenfalls sehr aufgeheizt. Man darf sich davon nicht zu sehr ablenken lassen, jeder muss cool bleiben." Damit der Aufstieg Realität wird...

04.08.2016, 10:16
Peter Klöbl, Kronen Zeitung
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