Foto: GEPA

Leo Wallner zieht sich als Mitglied des IOC zurück

08.12.2014, 16:50
Österreich ist im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) seit der aktuellen Vollversammlung in Monte Carlo nicht mehr vertreten. Leo Wallner hat ein Jahr vor Erreichen der Altersgrenze von 80 Jahren seine Mitgliedschaft aus Altersgründen zurückgelegt. Das teilte das ÖOC am Montag in einer Aussendung mit. Wallner hatte dem Kreis der Olympier seit Februar 1998 angehört.

Wallner war unmittelbar vor den Winterspielen in Nagano in das IOC gewählt worden. Dem war ein jahrelanges Bemühen des IOC- Mitglieds Philipp Schoeller vorausgegangen. Denn Österreich hatte als Veranstalter Olympischer Spiele laut damaligen Statuten das Recht auf zwei Plätze. Schoeller war 1977 in das IOC aufgenommen worden, im Jahr 2000 legte er mit ebenfalls 79 Jahren sein Mandat zurück. Der Niederösterreicher ist im Mai 2008 gestorben.

Der damalige Casinos- und Lotterien- Generaldirektor Wallner war im IOC u.a. als Mitglied des Finanz- und des Ethik- Komitees aktiv. Unter seiner Führung als ÖOC- Chef gelang es aber nicht mehr, Olympische Spiele nach Österreich zu holen. Das Scheitern von Salzburg hatte auch ein gerichtliches Nachspiel zur Folge, Erhebungen der Staatsanwaltschaft gegen Wallner wegen des Verdachts der Untreue wurden 2013 eingestellt.

Gesundheitliche Probleme

Zuletzt war von gesundheitlichen Problemen Wallners die Rede. Im derzeit laufenden Verfahren gegen Peter Westenthaler, in dem es auch um eine Zahlung der Lotterien von 300.000 Euro an die BZÖ- eigene Werbeagentur Orange im Jahr 2006 geht, gilt der 79- Jährige aufgrund seines angeschlagenen Gesundheitszustandes als nicht verhandlungs- und vernehmungsfähig.

Bei der IOC- Session in Monte Carlo ist Wallner nicht vertreten, er hatte seinen Rückzug brieflich mitgeteilt. Ob nach dem Ausscheiden des Niederösterreichers wieder ein Österreicher ins IOC aufgenommen wird, entscheidet sich frühestens bei der kommenden 128. Session ab 30. Juli 2015 in Kuala Lumpur. Nicht die Länder können Vertreter ins IOC entsenden, sondern die persönlichen Mitglieder sind die Vertreter des IOC in ihren Staaten.

08.12.2014, 16:50
AG/red
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