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20.08.2017 - 04:20
Foto: APA/Roland Mühlanger

Zwei Alpinisten aus dem Pinzgau stürzen in den Tod

16.10.2010, 05:14
Weil sie nach der zweiten Seillänge an der Pfeilerführe der Steinplatte bei Waidring (Tirol) nach links statt nach rechts gegangen sind, sind zwei Kletterer aus dem Pinzgau in den Tod gestürzt. Auf der falschen Route gibt es keine Haken zur Selbstsicherung. Die beiden machten ihre Seile an einer Latsche fest, doch diese hielt dem Gewicht nicht stand.

Der 60- Jährige aus Maria Alm und die 46- Jährige aus Saalfelden waren am Donnerstag gegen Mittag in die mit dem Schwierigkeitsgrad IV+ bewertete Tour eingestiegen. Nach der zweiten Seillänge kam es zu dem tödlichen Fehler. Das Duo querte nach links statt nach rechts. Im steilen Gelände gab es keinen Standplatz mehr. Die beiden Kletterer sicherten sich daher an einer Latsche. Der Mann stieg voraus und rutschte aus. Den folgenden Sturz konnte die Latsche nicht halten und riss aus. Das Duo stürzte 140 Meter über nahezu senkrechtes Gelände ab.

Beide waren erfahrene Bergretter

Beide galten als äußerst erfahrene Kletterer und hatten gemeinsam schon viele Touren unternommen. Der 60- Jährige war sowohl Zivil- als auch Heeresbergführer. Er diente in der Gebirgsjägerschule in Saalfelden und war seit kurzem in Pension. Außerdem war er 27 Jahre lang Mitglied der örtlichen Bergrettung.

"Wir können das Unglück nicht fassen. Er hat so vielen Menschen das Leben gerettet und war im Gebirge immer umsichtig unterwegs", berichtet Bernd Tritscher, Ortsstellenleiter in Saalfelden. Der 60- Jährige hinterlässt eine Frau, einen Sohn, der ebenfalls Bergretter ist, zwei Töchter sowie sechs Enkelkinder.

Große Trauer auch um die 46- Jährige, die bei der "Pinzgauer Post" und als Bergretterin in Leogang tätig war. Sie hinterlässt einen Freund und einen Sohn.

von G. Krauthackl und M. Kappes, "Kronen Zeitung"

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