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24.09.2017 - 00:17
Foto: Andreas Tröster

Zu wenig Bergputzer: Gefahr von Steinschlägen

24.03.2010, 15:32
Salzburgs Bergputzer sollen jährlich 200.000 Quadratmeter Felsfläche kontrollieren, um so die Steinschlaggefahr zu verringern. Doch sie können den Arbeitsaufwand nicht mehr bewältigen. "Uns fehlen zwei Bergputzer. Von den elf Planposten sind nur neun besetzt. Die fehlenden zwei Stellen werden aufgrund des Personal-Aufnahmestopps nicht mehr nachbesetzt", kritisierte der zuständige Dienststellenleiter im Magistrat, Philipp Münch.

Die Seilschaften nehmen die Steilflächen der Felswände der fünf Stadtberge sehr gewissenhaft unter die Lupe. Aufgrund des Personalmangels sei ihre Leistungsfähigkeit aber reduziert und man komme langsamer voran, erklärte Münch. "Im Herbst geht ein Mitarbeiter auch noch in Pension. Dann fehlt ein weiterer Bergputzer."

Gefahr für die Bevölkerung

Bei einem Lokalaugenschein hat sich die ressortzuständige Baustadträtin Claudia Schmidt (ÖPV) am Dienstag selbst ein Bild von der prekären Situation gemacht. Wegen des fehlenden Personals sei in den vergangenen Jahren einiges verabsäumt worden: "Bäume hängen über Felsen, viele Bäume wachsen in den Fels hinein. Die Wurzeln sprengen das Gestein auf. Auf dem Kapuzinerberg liegen noch Bäume vom Sturmtief Paula herum." Wer in der Basteigasse die mit Efeu bewachsenen Wehrmauern entlang spaziere, sehe herabgefallene Steinbrocken am Boden liegen. "Das gehört dringend erledigt. Es herrscht massiver Handlungsbedarf."

Zweites Team erforderlich

Damit es keine gefährlichen Stellen mehr gebe und das Versäumte aufgearbeitet werden könne, "brauchen wir ein zweites Team. Insgesamt sind dazu sechs zusätzliche Bergputzer erforderlich", meinte die Stadträtin. Doch der Personalchef des Magistrats habe bereits abgewunken.

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