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28.06.2017 - 13:09
Der Nikolaus mit seiner Kutsche darf in Adnet heuer Gas geben. Er muss nun schon am Samstag kommen.
Foto: Gemeinde Adnet

Wegen Wahltag darf der Nikolo nicht Sonntag kommen

29.11.2016, 10:37

Seit 50 Jahren ist es in der Gemeinde Adnet der Brauch: Am ersten Sonntag im Dezember beschenkt der Nikolaus vor dem Gemeindeamt die Kinder. Doch weil hier das Lokal zur Bundespräsidenten- Wahl ist, untersagte die Behörde den Nikolaus- Auftritt. Bgm. Auer hat den Nikolaus nun gebeten, schon Samstags zu kommen.

In Adnet wird der Nikolaus heuer Opfer der Bundespräsidentenwahl. Seit 50 Jahren hat er sich dort jeweils am ersten Sonntag im Dezember eingestellt, um vor dem Gemeindeamt die Kleinen zu beschenken. Doch daraus wird heuer - über Empfehlung der Tennengauer Bezirkswahlbehörde - nichts. Die riet der Gemeinde dringend davon ab, den Nikolo dort aufmarschieren zu lassen. Grund dafür: Das Verbot für Veranstaltungen und Versammlungen jedweder Art im Umkreis eines Wahllokales.

"Seit 50 Jahren halten wir das im Ort so"

Es ist ein Höhepunkt im Adneter Advent und er sorgt immer für leuchtende Kinderaugen: Wenn der Nikolaus mit seiner Pferdekutsche vorm Gemeindeamt vorfährt und die Kleinen dann mit süßen Gaben überrascht. "Seit 50 Jahren halten wir das im Ort so, dass der Nikolo immer am ersten Sonntag im Advent die Kinder beschenkt", sagt Adnets Bürgermeister Wolfgang Auer: "Und in unseren Veranstaltungskalendern ist der Termin natürlich auch so fixiert - der Nikolo kommt bei uns am 4. Dezember." Doch die erneute Verschiebung der Bundespräsidentenwahl macht den Adnetern diesmal einen Strich unter den Nikolo- Auftritt: "Wir haben vorsichtshalber bei der Bezirkswahlbehörde angefragt", so der Adneter Ortschef: "Und dort hat man klar gesagt: Das allgemeine Veranstaltungsverbot am Wahltag gilt auch für den Nikolaus." Und weil Adnet nicht einen neuerlichen Grund zu Wahl- Anfechtung liefern will, hat man nun den Nikolaus- Auftritt für Sonntag abgesagt.

Weil, so heißt es bei der Behörde, das Veranstaltungsverbot für jede Art von Versammlungen gilt. So musste die Stadt Salzburg mit einem Kunstgriff den Weihnachtsmarkt vor dem Schloss Mirabell retten: Man verkleinerte die Verbotszone rund ums Mirabell kurzerhand auf 15 Meter - so kann man auf dem Adventmarkt vorm Haus ohne Gesetzesverstoß weiter Glühwein ausschenken und Maroni kredenzen. In Adnet soll der Nikolo- Auftritt in letzter Sekunde gerettet werden: "Wir haben ihn einfach gebeten, dass er jetzt schon am Samstag, um 14.30 Uhr vors Gemeindeamt kommt", schmunzelt Bgm. Wolfgang Auer. Postskriptum: Veranstalter des Nikolaus- Festes ist die örtliche ÖVP. Wolfgang Auer: "Doch ich glaube, das weiß in Wirklichkeit ja kaum jemand im Ort. Und natürlich gibt es bei einer Advent- Feier keine Partei- Insignien oder politische Reden"…

29.11.2016, 10:37
Wolfgang Weber, Kronen Zeitung/red
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