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29.06.2017 - 09:52
Flüchtlinge aus Irak, Afghanistan und Marokko waren im Fuschl-Pfarrhof im Zentrum untergebracht.
Foto: Neumayr/Leo

Wegen IS- Verdacht: Cobra- Einsatz im Pfarrhof

20.12.2016, 07:15

Die Festnahmen fanden direkt neben dem Kindergarten in Fuschl statt. Bargeld und Drogen wurden gefunden, es gab Terror- Gespräche.

Ein verschlafenes Dorf unter einer weißen Haube - so präsentiert sich Fuschl im Winter, wenn wenig Urlauber da sind. Doch diese Idylle wurde Montag früh jäh durch einen Cobra- Einsatz gestört: Während Eltern ihre Kleinen zur Volksschule und in den Kindergarten direkt neben dem Pfarrhof brachten stürmten vermummte Cobra- Beamte eben diesen. Denn dort sind derzeit neun Flüchtlinge aus Afghanistan, aus dem Irak und aus Marokko (alles keine deklarierten Kriegsgebiete) untergebracht. Und - so der Vorwurf - eben diese Flüchtlinge sollen Verbindungen zum Islamischen Staat (IS) haben. Inwiefern sich der Vorwurf bestätigt, ist offen: Denn der Tipp stammte laut "Krone"- Infos von der Ex- Freundin eines Bewohners, die derzeit in einer Flüchtlingsunterkunft im Libanon ausharrt.


Bei der Razzia machten die Beamten aber einen überraschenden Fund: In den Zimmern der Verdächtigen wurden neben USB- Sticks 8100 Euro Bargeld und etwas Suchtgift sichergestellt. Während dem Großteil der Männer "nur" Suchtgifthandel nachgewiesen werden kann, dürfte zumindest ein Marokkaner (25) mehr auf dem Kerbholz haben. Gegen ihn wurde U- Haft verhängt. "Es hat konkrete Gespräche über Anschläge im Namen des IS gegeben." Angeblich ein Attentat in Salzburg zwischen Weihnachten und Neujahr.


Neun Männer waren gut integriert

Bürgermeister Franz Vogl ist froh, dass die Polizei so aufmerksam ist, betont aber, dass die neun Männer gut integriert waren. "Sie haben auch für die Gemeinde Arbeiten erledigt. Es gab nie Beschwerden. Lassen wir die Polizei arbeiten, ich verurteile niemanden, ohne alles genau zu wissen."Betreuerin Birgit Pircher vom Roten Kreuz  wurde Montag früh von der Polizei wieder heim geschickt. Sie konnte aber auch nichts zur Aufklärung beitragen, weil sie zu den Vorwürfen keinerlei Informationen hatte. In Fuschl war der Cobra- Einsatz Tagesgespräch. Viele Bewohner reagierten verängstigt. Verständlich.

Kronen Zeitung/red

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