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18.08.2017 - 15:10
Der Verkehrs-Landesrat Hans Mayr inmitten der Schotter-Wüste
Foto: Markus Tschepp

Warum auf der Dauerbaustelle Chaos herrscht

14.04.2015, 18:34
Stau, Lärm und Planungchaos: Seit 25. August 2014 wird an der Münchner Bundesstraße zwischen Merkur und Eugen-Müller-Straße gebaggert. Ein Fortschritt der Bauarbeiten ist kaum sichtbar. Bewohner und Autofahrer sind genervt. Auch Landesrat Hans Mayr kann die Verzögerungen nicht nachvollziehen.

"Krone": Herr Landesrat, Sie waren persönlich bei einem Lokalaugenschein. Welches Bild hat sich Ihnen geboten?
Mayr: Um ehrlich zu sein, ein schockierendes. Die Straße sieht weiterhin aus wie ein Schlachtfeld und es sind kaum Bauarbeiter anzutreffen. Eigentlich ist es kaum vorstellbar, dass es bei so einem kurzen Abschnitt zu einer derart langen Bauzeit kommt.

"Krone": Wie wurden Sie auf das Problem aufmerksam?
Mayr: Einerseits fahre ich die Strecke selbst ab und zu, andererseits haben sich natürlich auch Bewohner und Autofahrer beschwert, denn kaum jemand sieht Arbeiter in dem Bereich. Ein Fortschritt ist ebenfalls nicht zu erkennen.

"Krone": Was stört Sie besonders?
Mayr: Das ist ein öffentlicher Bau mit öffentlichen Geldern. Immerhin geht es dabei um zwei Millionen Euro und wir alle zahlen dafür. Da muss sich jetzt endlich etwas tun.

"Krone": Welche Schritte haben Sie unternommen, um die Arbeiten voranzutreiben?
Mayr: Ich habe noch am Tag der Begehung – das war am 9. April – mit den Verantwortlichen Kontakt aufgenommen, um mich über den Fortschritt zu erkundigen. Aber es wird in den kommenden Tagen noch weitere, sehr ernste Gespräche mit mir geben.

"Krone": Sie haben mit den Bau- Verantwortlichen gesprochen – wo liegt das Problem?
Mayr: Es sieht so aus: Ein Großteil der Vorarbeiten sind bereits abgeschlossen. Derzeit steht die Verlegung von Telekommunikations- und Stromkabeln auf dem Plan. Durch eine Lieferverzögerung konnten die Arbeiten jedoch noch nicht erledigt werden. Erst in den kommenden zwei Wochen sollen alle Kabel unter den Geh- und Radwegen verbaut werden.

"Krone": Wie kann es nach einer so langen Planungsphase zu einer Lieferverzögerung kommen?
Mayr: Das frage ich mich auch. Aber diese Dinge liegen leider nicht in der Hand von Stadt und Land, sondern in jener der ausführenden Firmen. Erst wenn die Kabel für Internet und Telefon verlegt wurden, kann die Wasserleitung eingebaut werden. Bis dahin stehen alle anderen Arbeiten still.

"Krone": Wie sehen die kommenden Wochen aus?
Mayr: Sobald die Leitungsarbeiten erledigt sind, können die zwanzig Bauarbeiter mit dem Aushub und der Schüttung der Frostschutzschicht beginnen. Außerdem werden die Leistensteine verlegt. Dafür ist der Zeitraum bis Ende Mai vorgesehen. Erst danach kann asphaltiert werden. Ab Mitte Juni soll der Verkehr auf der neuen Straße laufen. Die Restarbeiten werden bis Ende Juni abgeschlossen.

"Krone": Rechnen Sie mit einer weiteren Verzögerung?
Mayr: Nein, ich bin guter Dinge, dass es in den kommenden zehn bis 12 Wochen zügig voran geht.

14.04.2015, 18:34
Melanie Bichler, Kronen Zeitung
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