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21.09.2017 - 00:25
Foto: Polizei Salzburg

Verdächtige hatte Kinderzimmer schon eingerichtet

21.06.2010, 14:13
Nach der Entführung der kleinen Nora aus dem Salzburger Europark ist nun ein Auslieferungsantrag gestellt worden. Der Innsbrucker Staatsanwalt Wilfried Siegele rechnet in vier bis fünf Wochen mit einer Entscheidung des zuständigen Gerichts in Bayern. Bei der Hausdurchsuchung im Haus der Verdächtigen im Bezirk Kitzbühel soll die Polizei in der Zwischenzeit umfangreiche Babyausstattung gefunden haben.

Die Beamten haben demnach einen Wickeltisch, einen Tragekorb, Fläschchen mit Babynahrung und auch einen Kinderwagen sichergestellt. Auch die Polizze einer Lebensversicherung, abgeschlossen auf ein Neugeborenes, ist dabei entdeckt worden. Die Verdächtige erklärte indes weiterhin, dass sie eine Fehlgeburt erlitten habe. Ein Frauenarzt muss nun im Auftrag der Staatsanwaltschaft abklären, ob dies der Wahrheit entspricht.

Gegen die 32- jährige Verdächtige wird in Innsbruck bereits wegen eines Vermögensdeliktes ermittelt. Derzeit befindet sie sich in psychiatrischer Behandlung in einer Spezialklinik in Bayern. In einer ersten Diagnose wurde bei der Frau ein "übersteigerter Kinderwunsch" festgestellt. Zu Verwandten soll die 32- Jährige gesagt haben, sie wolle lieber in Bayern in Haft bleiben und nicht nach Österreich zurückkehren.

Dramatische Stunden mit Happy End

Das drei Monate alte Mädchen war entführt worden, während seine Mutter gerade Kleidung in einer Umkleidekabine anprobierte. Obwohl das Einkaufszentrum unmittelbar danach abgeriegelt worden war, gelang der Täterin die Flucht. Aufgrund der veröffentlichten Bilder aus der Überwachungskamera gingen jedoch bald Hinweise ein.

Eine groß angelegte Fahndung führte schließlich zum Erfolg. Die 32- Jährige wurde fünf Stunden nach der Entführung in Bayern in Grenznähe zu Tirol festgenommen. Das Baby konnte den Eltern unverletzt und wohlauf übergeben werden.

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