Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
22.08.2017 - 08:45

US- Fliegerbombe in 2.000 Metern Seehöhe gesprengt

22.08.2013, 08:39
Selten aber doch tauchen im hochalpinen Gelände Kriegsrelikte aus dem Zweiten Weltkrieg auf: Auf der Hubalm in der Salzburger Gemeinde Hüttschlag musste am Mittwoch eine 250-Kilogramm-Fliegerbombe, die vor gut einem Monat abseits der Wege in einem Geröllfeld entdeckt worden war, kontrolliert gesprengt werden.

Nur durch Zufall wurde das Kriegsrelikt überhaupt entdeckt: Vor gut einem Monat suchten die Hilfsmannschaften nach einem 91- jährigen Wanderer, der sich bei einer Bergtour von der Hubalm Richtung Hühnerkaralm verstiegen hatte und die Nacht im Freien verbringen musste. Dort, nahe der Hubalm auf gut 2.000 Metern Höhe, fanden zwei Helfer dann die Fliegerbombe in einem Geröllfeld liegend - abseits der markierten Wege.

Also rückten Sprengstoffexperten an und untersuchten die 250 Kilogramm schwere Bombe. Schnell war klar: Das mit einem Doppelzünder ausgestattete Kriegsrelikt muss schnellstmöglich entschärft werden.

Entfernung des Sekundärzünders nicht möglich

Am Mittwoch war es soweit: Gegen 10 Uhr trafen sich Vertreter von Bezirkshauptmannschaft, Gemeinde, Bezirks- und Alpinpolizei sowie der Entminungsdienst in Hüttschlag. Mit einem Alouette III- Helikopter vom Bundesheer wurden alle Beteiligten auf die Hubalm geflogen. Wolfgang Korner, Leiter des Entminungsdienstes, machte sich mit seinen Kollegen ans Werk.

Obwohl die Bombe, die waagrecht auf dem Boden lag, durchaus gut zu erreichen war, gab es Probleme. "Der Zünder im Heck konnte einwandfrei entfernt werden, der vordere aber nicht", erklärt Sprengstoff- Sachkundiger Andreas Dürager vom Landespolizeikommando Salzburg, der die Arbeiten unterstützte: "Also entschieden wir uns für eine kontrollierte Sprengung."

"Vom Kriegsrelikt blieb nichts übrig"

Mit dem Helikopter wurden alle Wanderwege im Gebiet noch einmal überflogen, Alpinpolizisten sperrten die Umgebung großräumig ab. Mittels Fernzündung wurde die mit Dynamit gefüllte Fliegerbombe dann gesprengt. "Vom Kriegsrelikt selbst blieb nichts übrig, auch einen Krater gibt es nicht", schildert Major Gerald Gundl die erfolgreiche Mission. Gegen 14 Uhr war der Einsatz beendet.

"Fliegerbomben im hochalpinen Gelände kommen zwar selten aber doch vor", weiß Experte Dürager. "Meistens waren es Entlastungsabwürfe beim Rückflug der US- Flieger nach Italien, wenn der Sprit knapp wurde."

22.08.2013, 08:39
Max Grill, Kronen Zeitung
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum