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25.09.2017 - 02:18
Johann Landrichtinger aus Anthering machte nach dem Unfall mit einem Lkw Beweisfotos.

Unfallopfer schildert Albtraum

29.05.2016, 08:35

"Ich bin in Salzburg- Nord in Richtung Süden aufgefahren. Ich war am rechten Fahrstreifen, links neben mir fuhr ein Lkw- Lenker. Und der hat uns plötzlich mit der Front am Heck gerammt. Unser Auto - mein Sohn war mit - hat es quer gestellt und über die zweite dritte Spur gedreht. Der Laster hat uns seitlich vor sich hergeschoben. Irgendwann habe ich wieder die Kontrolle erlangt. Der Lkw- Lenker blieb aber nicht stehen", schildert Johann Landrichtinger (54) aus Anthering.

Der Flachgauer fuhr dem Mann bis zur Abfahrt Mitte nach. Erst dort konnten er und sein beim Unfall verletzter Sohn den Fahrer durch Winken und Schreie zum Anhalten bewegen. "Er hat gemeint, er hat nichts vom Unfall bemerkt." Landrichtinger ist sich sicher, dass der Unfall ohne das 80er- Limit, welches Landesvize Astrid Rössler den Salzburgern verordnet hat, nicht passiert wäre. "Tempo 100 muss wieder her, alles andere ist fahrlässig."

Der Außendienst- Mitarbeiter ist in den letzten 30 Jahren über zwei Millionen Kilometer mit dem Auto gefahren. "Die 10 Kilometer zwischen Salzburg Nord und Süd sind die gefährlichsten in ganz Österreich. Bei der Umfahrung Linz gibt es ein 100er- Limit. Da ist es lang nicht so gefährlich." Landrichtinger und sein Sohn hatten ein Riesenglück.

Landesrat Mayr will umdenken

Verkehrsexperte Gerhard Kronreif berichtet von neuen, gesicherten Zahlen: "Die Unfälle mit Lkw haben sich wegen Tempo 80 vervierfacht, bei den Pkw verdoppelt. Es passieren Unfälle beim Spurenwechsel, aber auch Auffahrunfälle." Der Landtag wird sich am 22. Juni mit der Angelegenheit noch einmal befassen, Landesrat Hans Mayr lässt bis Ende Juni prüfen, ob Lkw auf Tempo 60 gebremst und Autofahrer auf Tempo 90 beschleunigen können.

29.05.2016, 08:35
Manuela Kappes, Michael Pichler, Kronen Zeitung/red
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