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25.04.2017 - 18:43
Simon Eder mit Töchterchen Marlene
Foto: Andreas Tröster

Um ein Haar wäre Bronze verloren gegangen

18.02.2017, 20:53

Und das ist kein Scherz! Simon Eder befürchtete schon das Schlimmste. Dominik Landertinger spielte den Mentaltrainer.

Die an Spannung kaum zu überbietende Herren- Staffel hielt für Österreichs Herren ein Happy End bereit. Die Bronzemedaille sorgte, wie schon vor zwölf Jahren bei der letzten Heim- WM, für Erlösung im rot- weiß- roten Team. "Loipen- Saurier" Daniel Mesotitsch, die beiden Pinzgauer Julian Eberhard und Simon Eder sowie Schlussläufer Dominik Landertinger lieferten den 22.700 Fans im Biathlon- Stadion Hochfilzen sowie Hunderttausenden Zuschauern vor den Bildschirmen eine spektakuläre Show. Das Quartett musste sich schlussendlich nur Russland und Frankreich geschlagen geben. Dank eines unwiderstehlichen Antritts von Landertinger auf der Schlussrunde gegen den Deutschen Simon Schempp erreichten die ÖSV- Loipenjäger am vorletzten WM- Tag das vorgegebene Ziel.

Um ein Haar ...

Dabei stand es kurz vor Rennbeginn auf der Kippe. Beim Einschießen bemerkte Eder, dass etwas nicht mit seiner Waffe stimmte. Ein Haar hatte sich im Diopter seiner Waffe "eingenistet", drohte zum Spielverderber zu werden. "Ich war schon nervös deswegen, denn das kann dir eine ganze Serie zerstören", verriet der 33- Jährige gegenüber "krone.at". Und ergänzte: "Ich hatte Angst, dass ich dann liegend alle fünf verschieße." Seine Angst war allerdings unbegründet, denn gemeinsam mit Trainer Reinhard Gösweiner wurde fieberhaft an einer Lösung gearbeitet. Die sich dann in Form eines doppelseitigen Klebebandes präsentierte.

Das Haar wurde entfernt, die Erleichterung beim Saalfelender kehrte schlagartig zurück. Dabei hätte er es sich auch deutlich einfacher machen können, wie Eder erklärte. "Landi (Dominik Landertinger, Anm.) hat noch gemeint, ich soll mich nicht anscheißen deswegen, der Diopter ist nicht wichtig", hatte er nach dem Rennen gut lachen. Wenig verwunderlich, hatte er doch inzwischen die Medaille sicher.

Christoph Nister, Kronen Zeitung

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