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24.09.2017 - 09:12
Foto: dpa/dpaweb/dpa/Bernd Thissen

Tierheim fordert für Findel- Schildkröte 140 € von Besitzerin

22.06.2010, 09:29
140 Euro an Verpflegungskosten hat eine Mindestrentnerin dem Salzburger Tierheim bezahlen müssen, um ihre Schildkröte zurückzubekommen. Dabei frisst das Tier laut Besitzerin nur Löwenzahn und Salat. Noch dazu hatte sich nicht das Heim, sondern eine Reptilienexpertin um "Fridi" gekümmert...

"Das ist Wucher, ich schreibe einen Brief an die Staatsanwaltschaft!", empört sich eine 56- jährige Tierfreundin aus Hallwang. "Fridi", die über 40 Jahre alte griechische Landschildkröte ihrer Schwiegermutter, verschwand am 5. Juni aus ihrem Gehege. Durch ein Loch im Zaun krabbelte das Panzer- Männchen über eine Wiese und den Sportplatz bis zur Wiener Bundesstraße in Mayrwies. Dort fand ein Passant das Reptil und brachte es ins Tierheim.

"Über eine Anzeige in der 'Krone'- Tierecke am 16. Juni erfuhren wir, wo 'Fridi' ist. Wir wollten ihn abholen." Doch dann kam die Ernüchterung. "Sie müssen 140 Euro zahlen, dann bekommen Sie die Schildkröte zurück", erklärte eine Angestellte. So viel koste die Verpflegung. Außerdem habe man bei "Fridi" eine Verletzung versorgen müssen.

Tier war gar nicht verletzt

"Das ist wohl ein Scherz? Das Tier frisst Löwenzahn, Salat und Klee. Und Verletzung gab es auch keine. Schon vor 40 Jahren kam 'Fridi' unter einen Rasenmäher. Damals musste ein Stück vom Panzer abgeschnitten werden. Das wollten sie uns jetzt als frische Wunde verkaufen", so die fassungslose Frau aus Hallwang. Ihre 88- jährige Schwiegermutter kann sich die Kosten mit ihrer Mindestpension nicht leisten.

"Ich gab ihr das Geld. Im Heim wartete aber die nächste Überraschung auf uns. Die kassierten zwar, 'Fridi' war aber in Wirklichkeit bei einer Reptilien- Ärztin untergebracht. Und die versicherte uns, dass sie für die Versorgung keinen Cent will!" Die Familie ist vom Tierheim enttäuscht. "Bei diesen Forderungen wundert es mich nicht, dass viele Findlinge nie abgeholt werden."

Kronen Zeitung

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