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20.09.2017 - 06:34
Foto: APA/BUNDESHEER / Wolfgang Grebien

Suchaktion nach verschüttetem Skifahrer

06.06.2009, 15:53
Ein 47-jähriger Skifahrer aus Oberösterreich wird seit einem Lawinenabgang am 13. Februar in Hintersee (Flachgau) vermisst. 30 Bergretter und ein Alpinpolizist suchten am Freitag zwei Lawinenkegel mit Hilfe einer Dampfsonde und einem Georadar ab. Bis auf einen Ski wurde aber nichts gefunden. Die Messergebnisse werden nun ausgewertet.

"Im Laufe der nächsten Woche wird erneut gesucht", erklärte der Landesleiter der Salzburger Bergrettung, Estolf Müller, am Samstag. "Es geht auch darum, endlich Gewissheit für die Familie des Verschütteten zu erlangen."

Unter einer Eiskapelle vermutet

Der Skifahrer aus dem Attergau dürfte am Anzenberg unter den Schneemassen einer so genannten "Eiskapelle" liegen. "Wir haben einen Ski am Rande des oberen Lawinenkegels gefunden und ihn eindeutig als den Ski des Oberösterreichers identifiziert. Jetzt wissen wir, dass der Vermisste im Grießbachgraben liegt", schilderte Müller.

Suche im Februar wegen Lawinengefahr eingestellt

Einen Tag nach dem Lawinenabgang westlich der Sesselliftstation konnten Bergretter noch ein schwaches Handy- Signal des Vermissten orten. Am Tag darauf war nichts mehr zu hören - der Akku dürfte leer geworden sein. Der 47- Jährige ist laut Bergrettung eine äußert gefährliche Variante durch den Graben abgefahren. Die Suche wurde damals wegen großer Lawinengefahr abgebrochen.

Auch Hubschrauberflug brachte keine Ergebnisse

Vorerst ohne Erfolg blieb am Freitag nicht nur die Suche mit Hilfe der technischen Spezialausrüstung, sondern auch ein Suchflug mit dem Hubschrauber des Innenministeriums. Es besteht aber durchaus Hoffnung, den Verschütteten Mitte nächster Woche zu finden. "Die Einsatzkräfte haben erst die halbe Lawine abgesucht", sagte Müller.

Tiroler Spezialfirma half bei der Suche
Das Georadar bedienten Mitarbeiter der Universität Salzburg, die Suche mit der Dampfsonde und einer Spezialkamera führte eine Tiroler Spezialfirma durch. "Diese Geräte wurden heuer in Osttirol bei der Suche nach einem verschütteten Franzosen erfolgreich eingesetzt. In Salzburg wurde am Freitag das erste Mal damit gesucht. Wenn wir den Oberösterreicher finden, werden wir uns auch solche Geräte anschaffen", so der Leiter der Bergrettung. Nun ist man gespannt auf die Datenauswertung der Messgeräte.

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