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22.09.2017 - 21:06
Foto: Markus Tschepp

Spielautomaten manipuliert und so 20.000 € ergaunert

17.03.2010, 23:00
Einem aufmerksamen Lokalbesitzer ist es zu verdanken, dass ein seit Monaten gesuchter mutmaßlicher Betrüger nun in der Stadt Salzburg gefasst worden ist. Ihm kam der Mann, der Spielautomaten manipuliert haben dürfte, um hohe Gewinne einzustreifen, verdächtig vor. Eine Kamera hatte den Verdächtigen auch beim Hantieren an einem Gerät gefilmt. Der Unternehmer rief die Polizei.

Der 52- jährige Serbe mit dem Spitznamen "Zlaya" fiel das erste Mal im April 2009 in einem Lokal im steirischen Lebring auf. Er hatte 1.200 Euro gewonnen. Weil sie nicht so viel im Tresor hatte, zahlte ihm die Kellnerin vorerst nur die Hälfte aus. Den Rest des Gewinns holte der Mann nie ab - aus gutem Grund. Denn der Serbe hatte den Spielautomaten technisch manipuliert und die Kreditsumme erhöht. Das Gerät spielte so mehr Geld aus.

Verdächtig oft gewonnen

Ein Foto des Serben aus der Überwachungskamera wurde in der Folge an alle Polizeidienststellen gesendet und online gestellt. Vor wenigen Tagen versuchte der Mann in Salzburg sein Glück. "Er fiel mir auf, weil er eine Woche lang täglich vorbeikam. Und er gewann ständig", berichtet Benito Makula (im Bild) von "Fun Games" in der Rainerstraße.

Automaten manipuliert

"Das kam mir verdächtig vor. Ich sah mir die Überwachungsvideos an und entdeckte eine Szene, in der er an einem Automaten herumhantiert. Ein Komplize lenkte das Personal ab", so Makula. Der Unternehmer erinnerte sich auch an einen Internet- Bericht über einen Betrüger. "Da war ein Foto dabei. Es war derselbe Mann."

Mitten im Spiel festgenommen

Makula alarmierte die Polizei und warnte die anderen Spiellokal- Besitzer. Als "Zlaya" nun in eine Bar in der Ignaz- Harrer- Straße kam, erkannte ihn eine Angestellte. Der Serbe wurde mitten im Spiel festgenommen. Bisher können ihm laut Ermittlerin Sandra Ausweger von der Polizei in Lebring 15 Manipulationen mit 20.000 Euro "Gewinn" nachgewiesen werden. Der Gesamtschaden dürfte aber noch viel höher sein.

von Manuela Kappes (Kronen Zeitung) und krone.at

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