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19.08.2017 - 22:45
Foto: Markus Tschepp (Symbolbild)

So bremsen Grenzkontrollen die Fernbusse aus

07.02.2016, 12:29

Nicht nur Auto- und Bahnfahrer, auch die Fernbus- Industrie bekommt die verschärfte Situation an Salzburgs Grenzen deutlich zu spüren. Vereinzelt verzögern die Kontrollmaßnahmen an der Grenze zu Bayern die Weiterfahrt um bis zu zwei Stunden. Das geht aus Zahlen hervor, die der "Krone" vorliegen.

Aufgrund günstiger Ticketpreise und eines stetig wachsenden Streckennetzes steigen viele Menschen für Reisen auf Fernbusse um. Derzeit verkehren drei Linien des Branchenprimus "MeinFernbus FlixBus" über Salzburg mit bis zu bis zu 14 An- und Abfahrten. In letzter Zeit ist es aber dennoch immer wieder zu Verspätungen gekommen. Der Grund: Durch die behördlichen Kontroll- Maßnahmen an der Grenze nach Bayern werden auch regelmäßig die Fernbusse ausgebremst - teilweise bis zu zwei Stunden! Weil die Beamten zur Ausweiskontrolle den Bus betreten müssen, können die Fernbusse nicht - anders als die Bahn - die Fahrt währenddessen fortsetzen. Insgesamt kam es im vergangenen Monat zu 16 Kontrollen von "MeinFernbus FlixBus"- Fahrten zwischen Österreich und Deutschland, was eine durchschnittliche Verzögerung von rund 20 bis 30 Minuten bedeutet.

Verzögerungen von einer halben Stunde

"Wir empfehlen unseren Fahrgästen derzeit auf internationalen Linien im Zweifel etwas mehr zeitlichen Puffer als üblich einzuplanen", heißt es dazu seitens des Unternehmens. Einfach ihre Fahrpläne an die geänderte Situation zeitlich anpassen, können die Anbieter von Fernbusreisen jedoch nicht ohne Weiteres. Der Grund: Die Fahrpläne samt aller Abfahrts- und Ankunftszeiten müssen behördlich genehmigt werden. Das betrifft auch alle Änderungen. Vor allem auf internationalen Linien dauert der Genehmigungsprozess durchschnittlich drei Monate. "Aus diesem Grund haben wir uns im Hinblick auf die sich wöchentlich ändernde Lage an den europäischen Grenzen vorerst gegen eine Änderung der Abfahrtszeiten entschieden", wie "MeinFernbus FlixBus"- Sprecherin Marie Gloystein gegenüber der "Krone" erklärt.

Kleine Zeitpuffer in Fahrpläne eingebaut

Allerdings habe das Unternehmen im Rahmen seiner Möglichkeiten reagiert und einen zeitlichen Puffer in seine Fahrpläne integriert, so dass kürzere Kontrollen keine Auswirkungen mehr auf die Pünktlichkeit der Busse haben.

07.02.2016, 12:29
Anna Dobler, Kronen Zeitung/red
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