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22.08.2017 - 22:38
"Viele Stammgäste bleiben wegen der Vorfälle fern", erzählt Bademeister Michael Meisthuber.
Foto: Franz Neumayr/MMV

Sicherheitsdienst für das Paracelsusbad

16.01.2016, 09:58

Im nordrhein- westfälischen Bornhein bei Bonn hat die Stadt männlichen Flüchtlingen bereits ein Schwimmbad- Verbot erteilt, sie reagierte damit auf zahlreiche Beschwerden. Und nun regt sich auch in Salzburg bei vielen Hallenbad- Stammgästen Unmut über Asylwerber.

Betroffen ist das Paracelsusbad in der Auerspergstraße - eine Salzburgerin berichtet: "Wir sind vier Freundinnen, die einmal in der Woche das Bad besuchen. Bisher hat es noch nie Probleme gegeben, aber als wir am Montag hingegangen sind, haben wir bereits mitbekommen, dass es viele Beschwerden gibt", sagt sie. Aufgefallen sind ihr vor allem zwei Männer, die offenbar betrunken waren und immer wieder herumgegrölt haben. "Als wir Schwimmen gingen, stellten wir unsere Schlapfen am Beckenrand ab. Eine Freundin hat dann beobachtet, wie einer der Männer ihre Schlapfen anzog und damit abhaute", ärgert sie sich.

Sittenwidriges Verhalten

Ähnliches hat ein weiterer Gast ebenfalls schon bemerkt: "Wenn die Frauen dann ihre Sachen zurückverlangen, zeigen sich die Männer sehr respektlos und schießen sie ihnen zum Beispiel nach", sagt er. Auch in der Sauna fühlen sich viele nicht mehr wohl, weil wir uns wie bei einer "Fleischbeschau" vorkommen, so die Besucherinnen zur "Krone". "Wir beobachteten auch schon, dass sich etwa eine Gruppe von vier Männern ein Ticket für die Sauna kaufte und dann abwechselnd den Bereich nutzten", heißt es. Es soll sogar schon vorgekommen sein, dass die Asylwerber bei den Duschen einen Blick über die Kabinen geworfen haben.

Bademeister Michael Meisthuber dazu: "Bei mir sind bisher Kleinigkeiten passiert, etwa, dass Schlapfen oder Duschsachen weg waren. Es gab aber auch schon Beschwerden von Frauen, die sich angestarrt fühlen. Da kann ich aber nicht viel machen, das ist ja im Prinzip nicht strafbar", sagt er. Sobald jemand gegen die Hausordnung verstößt, wird er sofort des Bades verwiesen. Wegen der vielen Beschwerden gab es eine Besprechung der Betriebsleitung mit Vize- Bürgermeister Harry Preuner. Jetzt werden Maßnahmen gesetzt. Zunächst wurden die Gratiskarten für Asylwerber gestrichen, jetzt soll ein Wachdienst den Bademeistern bei der Durchsetzung der Hausordnung helfen.

16.01.2016, 09:58
Iris Wind, Kronen Zeitung/red
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