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24.09.2017 - 18:27
Ein Großaufgebot an Helfern war in der Nacht zum Samstag ausgerückt, um zu löschen.
Foto: BRK

Sechs Todesopfer zu beklagen

25.05.2015, 18:11
Ein Firmenausflug nach Schneizlreuth endete in der Nacht zum Samstag in einer Katastrophe. Die Gruppe aus Niederbayern hatte über eine Agentur eine Veranstaltung gebucht und war in einem Gästehaus im Kleinen deutschen Eck untergekommen. Gegen 3 Uhr früh brach im ersten Stock des rund 800 Jahre alten Bauernhauses ein Feuer aus.

47 Menschen hielten sich zu diesem Zeitpunkt in dem umgebauten Gebäude auf. Jene Personen, die als erste den Brand bemerkten, versuchten ihre Kollegen aufzuwecken und gemeinsam mit ihnen ins Freie zu gelangen. Doch nicht alle schafften es in Sicherheit. 41 Personen liefen nach draußen, sechs Männer galten vorerst als vermisst. 66 Helfer des Bayrischen und des Österreichischen Roten Kreuzes (aus Salzburg und Lofer) kümmerten sich um die zum Teil schwerst verletzten Patienten. Die Brandopfer wurden mit Hubschraubern in die umliegenden Krankenhäuser transportiert. Ein Verletzter wurde ins UKH nach Salzburg gebracht.

Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig. Rund 250 Kräfte aus Bayern waren im Einsatz und bekämpften die Flammen vom Boden und von Drehleitern aus. Ein Innenangriff war nicht möglich, weil nicht sicher war, ob das Gebäude einstürzt. Mit jeder Minute sank die Hoffnung, dass sich die vermissten sechs Männer irgendwo außerhalb des Gebäudes aufgehalten haben. Die Suche nach den Deutschen konnte allerdings erst beginnen, als die Brandruine abgesichert war.

Ursache technischer Defekt

Am Nachmittag war es dann traurige Gewissheit. Brandermittler entdeckten fünf Leichen im Dachgeschoß des Hauses – dort wo sich die Schlafräume befanden – und fanden wenig später auch die sechste Leiche. Ursache für das Feuer dürfte ein technischer Defekt in der elektrischen Anlage gewesen sein. Der Sachschaden beträgt 600.000 €.

25.05.2015, 18:11
Kronen Zeitung
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