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20.09.2017 - 20:34
Foto: Melanie Hutter

Schwierige Sprengung bei Werfen

28.07.2009, 22:08
Wasser, Wurzeldruck und Frost haben einen Felsbrocken, so groß wie ein Lastwagen, zur Bedrohung für die Westbahn gemacht. Die Gefahr wurde bei einer Routinebegehung entdeckt. 30 Kilogramm Sprengstoff und zwei Spezialfirmen beseitigten nun das Problem. Die "Krone" war bei der heiklen Sprengung oberhalb der Gleise dabei.

Sepp Thurner von den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) ist es zu verdanken, dass der lockere Fels 60 Meter oberhalb der Gleise rechtzeitig entdeckt wurde. "Alle zehn Minuten fährt hier ein Zug vorbei. Undenkbar, wenn der Brocken auf die Gleise gestürzt wäre", so Thurner.

Körperliche Herausforderung

Die ÖBB haben zwei Spezialfirmen beauftragt, um die Stelle zu sichern. Nicht nur eine logistische, sondern auch eine körperliche Herausforderung. "Unsere Männer haben in der steilen Rinne den Sprengstoff angebracht", erklärt Max Amenitsch von der Schuster Sprengtechnik in Kärnten. Er ist in Österreich ein gefragter Experte, hat zum Beispiel die alte Bergiselschanze in Innsbruck beseitigt. "Ein Gebäude oder eine Brücke zu sprengen ist viel einfacher, als Felsen. Da muss man behutsam vorgehen, man weiß nie, was einen genau erwartet", gibt Amenitsch zu.

Fangnetze sichern Schienen und Züge

Zwischen 25 und 30 Kilogramm Sprengstoff haben seine Leute dann in das Gestein gepackt. Damit die riesigen Felsbrocken nicht die Gleise beschädigen, errichtete die Kuchler Firma "Trumer Schutzbauten" Fangnetze. "Die halten es sogar aus, wenn drei Tonnen mit 90 km/h darauf stürzen", versichert Stefan Brandauer. Nach und nach wird das Gestein dann weggeräumt. "Eine doppelte Fangvorrichtung bleibt bestehen, um die Stelle dauerhaft zu sichern."

Kaum größere Verzögerungen

Und das alles geschieht bis zum Abschluss der Arbeiten am Mittwoch ohne Beeinträchtigung des Zugverkehrs. "Auf dieser viel befahrenen Strecke geht die Sicherheit vor. Wir konnten die Gefahr vom Brentenberg dennoch ohne größere Verzögerungen im Fahrplan beseitigen", bestätigt Nikolaus Wahl von den ÖBB als schon der nächste Güterzug langsamer, aber pünktlich vorbeifährt.

von Melanie Hutter, Kronen Zeitung
Bild: Clemens, Mario, Ulli und Stefan in der steilen Felswand

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