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20.08.2017 - 02:38
Foto: Melanie Hutter

Schlaue Ideen fürs Überleben

07.09.2009, 20:00
Irgendetwas ist anders beim Joglbauer in Obertrum. Während viele Landwirte um’s tägliche Überleben oder den Milchpreis kämpfen, leben hier zwei Familien nicht nur vom sondern mit dem Bauernhof. Das Rezept: früh auf Bio gesetzt, Heumilchproduzent, Zusammenhalt in der Familie und Stolz – eine erfolgreiche Mischung.

Alles seit 30 Jahren Bio, Heumilchbauer, Gemüseproduzent, Getreide wie Dinkel und Roggen ist auch da, die glücklichen Hühner liefern die Eier, Früchte kommen aus dem Streuobstgarten. Wenn dann am Freitag und Samstag der Hofladen des Joglbauern aufmacht, stürzen sich die Salzburger geradezu auf die frischen Produkte.

Keine neunmalklugen Ratschläge

Durch diese Vielfalt und den Einfallsreichtum schaffen es die Hofers, zwei Familien zu ernähren – äußerst selten in Salzburg. "Eines müssen wir aber betonen: das, was wir machen, ist eben so und es funktioniert. Jeder muss seinen Weg finden, neunmalkluge Ratschläge geben wir nicht", sind Maria und Andreas bescheiden.

Keine Nachwuchsprobleme

Weil die Hofers stolz darauf sind, Bauern zu sein, und das auch ihren Kindern und vier Enkerln vermitteln, gibt es beim Joglbauer keine Nachwuchsprobleme. Sohn Robert (links im Bild) ist mit seiner Frau Katharina bei allen Entscheidungen mit dabei, liebt seinen Beruf und die Enkerl Robert, Georg und Florian das Leben mitten unter den glücklichen Tieren.

Kein Silogeruch

Als Andreas Hofer (rechts im Bild) der "Krone" seine 36 Milchkühe und 34 Kälber zeigt, fällt eines auf: kein Silogeruch, der säuerlich in die Nase steigt. "Wir produzieren reine Heumilch. Das ist und bleibt etwas ganz besonderes, weil es die beste Milch ist. Bestimmte Käsesorten kann man nur daraus machen", verrät uns Andreas.

Große Kampagne im Oktober

Mehr als 200 Tonnen duftendes Heu bekommen die Kühe beim Joglbauer pro Jahr – viel Arbeit, die sich lohnt. "Vor allem, seit diese Milch professioneller vermarktet werden soll. Dafür ist die ARGE Heumilch gegründet worden", erzählt Jungbauer Robert Hofer. Bald werden 400 Produkte mit dem Logo "Heumilch" in den Regalen stehen. Schon im Oktober startet eine große Kampagne für die "reinste Milch".

Für gute Qualität wird auch mehr bezahlt

"Die Herstellung ist mit Mehraufwand verbunden. Daher ist es auch unser Ziel, einen angemessenen Milchpreis zu erzielen", betont der Obmann der Heumilchbauern Karl Neuhofer. Mit von der Partie sind alleine in Salzburg 2.200 Landwirte und zehn Unternehmen, wie die Alpenmilch, die Käserei Elixhausen, Woerle in Henndorf und der Käsehof in Seekirchen. "Als Bio- Pionier in Salzburg spüre ich, dass diese Idee einschlagen wird. Die Salzburger geben für die Milch auch mehr aus, wenn die Qualität super ist", meint Andreas. Und seine Maria kann bestätigen: "Im Hofladen kostet der Liter genau einen Euro. Das wird gern gezahlt. Und der Heumilch- Käse ist sowieso total beliebt."

40 Prozent der Milch bereits ohne Silofutter

Was Salzburg betrifft, ist das Neue an der Heumilch vor allem die Vermarktung. Geben tut es diese traditionelle Herstellung auf vielen Bauernhöfen im Bundesland. 40 Prozent der Milch, werden bei uns jetzt schon ohne Silofutter hergestellt.

von Melanie Hutter, Kronen Zeitung

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