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19.09.2017 - 17:48
Foto: APA/BARBARA GINDL

Schaden bei den Festspielen beträgt bis zu 800.000 Euro

24.02.2010, 09:27
Böses Erwachen für die Salzburger Festspiele: Nach der Sonderprüfung steht fest, dass der Schaden durch die Finanz-Affäre höher ist als befürchtet. Der gefeuerte Technische Chef ließ Lieferscheine vernichten, um Spuren zu beseitigen. Scheinwerfer und Videomaterial wurden teilweise gar nicht geliefert, aber voll bezahlt...

Betretene Mienen bei der Sondersitzung des Festspiel- Kuratoriums. Denn die Prüfer der "Audit"- Kanzlei entdeckten bei ihrer Nachschau in den Büchern und Bilanzen noch mehr Tricksereien, mit denen das Festival um hohe Summen gebracht wurde. "Dahinter steckte eine unglaubliche Konstruktion mit Scheinlieferungen", berichtete Landeshauptfrau Gabi Burgstaller.

Der Schaden, den der entlassene Technische Direktor Klaus Kretschmer seit 2006 hinterlassen hat, wird inzwischen mit 500.000 Euro bis maximal 800.000 Euro beziffert. "Genaue Zahlen sind nicht möglich, weil nicht alles offen liegt", weiß die Präsidentin der Festspiele, Helga Rabl- Stadler.

Tricksereien teils nicht mehr zu beweisen

Grund dieser Unklarheit: Normalerweise müssten Belege sieben Jahre aufbewahrt werden, doch "wurde in der Vergangenheit vom Technischen Direktor die Vernichtung von Lieferscheinen vor Ablauf der Frist angeordnet", heißt es im Prüfbericht ganz offen. Viele Belege aus den Jahren 2006 bis 2009 in den Festspielen wurden "ohne Information der kaufmännischen Direktion" vernichtet – damit sind Finanz- Tricksereien teils gar nicht mehr zu beweisen!

Scheinwerfer und Video- Material kamen häufig von der inzwischen pleite gegangenen Firma PV in Koppl – aber sie wurden oft nur zum Schein oder gar nicht geliefert. Die Lieferscheine sind vernichtet. Der Schaden für die Festspiele beläuft sich alleine bei Scheinwerfern und Video laut Bericht "vorläufig" auf 360.000 Euro.

Burgstaller: "Wir gehen davon aus, dass dieser Schaden von Kretschmer nicht ersetzt werden kann" – also sind Festspiele und Steuerzahler die Geschädigten.

von Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung

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