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21.08.2017 - 21:32
Foto: © 2010 Photos.com, a division of Getty Images

Salzburger Polizist von Irrem mit Messer attackiert

08.11.2010, 18:00
Während der Datenaufnahme nach einem Verkehrsunfall ist ein Polizist am Montagnachmittag im Salzburger Stadtteil Liefering von einem 22-jährigen Passanten mit einem Messer angegriffen und leicht verletzt worden. Der Mann hatte dem Polizisten vor der Messerattacke einen Zettel übergeben, "auf dem wirre Angaben standen", teilte Kripo-Chef Andreas Huber mit. Der Tatverdächtige leidet offenbar an Schizophrenie.

Was sich genau an der Kreuzung Bessarabierstraße/Triebenbachstraße abspielte, muss noch ermittelt werden. Der Polizist war jedenfalls wegen eines Auffahrunfalls zweier Pkws mit einem "Verkehrsunfallkommando"- Wagen zum Unfallort gefahren. Als der Beamte im Schreibbereich des Polizeiautos die Angaben einer Lenkerin notierte, näherte sich ihm der unbeteiligte Passant und zeigte ihm den Zettel.

Polizist konnte Attacke mit Händen abschwächen

Dann zückte der Mann plötzlich das Messer und stach gegen den Hals des Polizisten, der sich noch mit seinen Händen wehren und so den Stich abschwächen konnte. "Er wurde nicht massiv getroffen", sagte Huber.

Ermittlungen wegen Mordversuchs

Der Polizist erlitt Schnittverletzen am Hals und an den Händen. Er konnte aber noch selbst über Funk Hilfe anfordern, woraufhin mehrere Streifenwagen zum Unfallort eilten. Das Rote Kreuz brachte den Verletzten ins Landeskrankenhaus. Die Tatwaffe wurde sichergestellt. Ermittelt werde wegen Mordversuchs, erklärte der Journalbeamte der Polizeidirektion.

22- Jähriger offenbar schizophren

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 22 Jahre alten Beschäftigungslosen aus der Stadt Salzburg. In seinen ersten Aussagen vor der Polizei bezeichnete er sich als schizophren und meinte, er hätte geglaubt, den Tag nicht mehr zu überleben, schilderte Huber. Möglicherweise habe der Mann die Messerattacke in der Annahme gesetzt, er könnte von einem Polizisten verletzt oder erschossen werden, zogen Ermittler als Motiv in Erwägung.

Der Beschäftigungslose wohnt in der Nähe des Tatortes. Er dürfte die Kollision und den Polizeieinsatz vorher auch beobachtet haben, hieß es. Ein Amtsarzt hat den Mann bereits untersucht. Er war weder alkoholisiert noch stand er unter Drogeneinfluss. Der mutmaßliche Täter ist einmal polizeilich vorgemerkt. Das Vergehen liegt allerdings schon sieben Jahre zurück.

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