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24.08.2017 - 01:26
Foto: Markus Tschepp

Salzburger Pendler bangen um die Lokalbahn

10.08.2010, 01:49
Zwölf Millionen Euro braucht die Salzburger Lokalbahn, um in den nächsten Jahren das Schienennetz am neuesten Stand zu halten. Bund und Oberösterreich haben Geld zugesagt – aber alles wackelt, weil der Antrag aus Salzburg noch fehlt. Und ohne Geld droht ein Horror für Pendler mit Langsam-Fahrstrecken und Verspätungen.

"Ich will mir gar nicht ausmalen, was es für uns bedeutet, wenn dieses Geld nicht kommt", seufzt Gunter Mackinger, der Chef der Lokalbahn von Salzburg in den Flachgau.

Weit mehr als 10.000 Fahrgäste benützen jeden Tag die bequemen Garnituren, im Jahr sind das rund vier Millionen Passagiere in den Zügen. Und die Tendenz ist weiter steigend, sogar eine Verlängerung von Trimmelkam um drei Kilometer bis Ostermiething ist bereits geplant.

Beschluss fehlt

Aber die Erfolgsgeschichte der Lokalbahn könnte einen unerwarteten Knick bekommen: Denn beim neuesten Investitionspaket des Bundes sind zwar zwölf Millionen Euro für die Sanierung der Strecke reserviert – aber anders als in allen anderen Bundesländern gibt es noch keinen Vertrag, es fehlt noch der Beschluss im Land Salzburg.

Verkehrs- und Bauabteilung haben einen Entwurf an die Finanzabteilung geschickt – der kam jedoch postwendend retour, weil einige Zahlen nicht stimmten. "Unter anderem sollten wir 400.000 Euro zur Planung der Stadtbahn durch Salzburg doppelt zahlen", erfuhr die "Krone".

Seither ruht der Akt – aber die Zeit drängt: "Wenn sich die Verkehrsabteilung nicht beeilt, könnten wir Opfer des neuen Sparpakets im Bund werden – und für Salzburg wäre es untragbar, wenn uns die Investitionszuschüsse aus Wien gestrichen werden", heißt es im Finanzressort des Landes.

"Das wäre schlimm", sagt Mackinger. Teile des Schienennetzes müssen unbedingt saniert werden. "Als erstes die 1,8 Kilometer von der Autobahnbrücke in Salzburg bis nach Bergheim. Da müssen wir die Schwellen erneuern. Sonst haben wir spätestens nach der kommenden Frostperiode ein Problem – also im nächsten Frühjahr", weiß Mackinger.

Fahrpläne in Gefahr

Da könnte die Lokalbahn aus Gründen der Sicherheit eine Langsam- Fahrstrecke einrichten. Das würde die sehr fein abgestimmten Fahrpläne wohl durcheinander bringen und wäre für Pendler und Schüler eine Zumutung.

"Bis jetzt hat es noch jedes Mal geklappt mit den Anträgen nach Wien", meint Mackinger. "Ich hoffe, dass die Landesregierung es diesmal auch schafft – ohne die Millionen sind wir aufgeschmissen. Und es gibt kein Alternativ- Konzept für die Lokalbahn. Sie ist für den Flachgau unverzichtbar."

von Robert Redtenbacher, "Salzburger Krone"

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