Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
22.09.2017 - 03:04

Salzburger fährt Deutschen tot - drei Monate Gefängnis

07.02.2012, 13:55
Ein mittlerweile 25-jähriger Salzburger ist am Dienstag zu einer teilbedingten Haftstrafe von zehn Monaten, davon drei Monate unbedingt, verurteilt worden, nachdem er am 18. Dezember 2009 einen betrunkenen Deutschen mit dem Auto erfasst und getötet hatte. Laut Gutachtern stand der Salzburger beim Unfall unter Cannabiseinfluss und war mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Er sei zum Zeitpunkt des Unfalls an jenem Freitag nicht unter Einfluss irgendwelcher Betäubungsmittel gestanden, sagte der Beschuldigte zu Einzelrichterin Anna- Sophia Geisselhofer. Zuletzt habe er am Wochenende davor "relativ viel" Cannabis geraucht, erklärte der Salzburger. Ein Alkoholtest nach dem Unfall verlief für ihn zwar negativ, im Blut und Urin sei aber das Suchtmittel nachgewiesen worden, hielt ihm die Richterin vor. Bei dem Unfallopfer wurden 2,51 Promille Alkohol im Blut festgestellt.

Der Fußgänger und ein weiterer Mann seien ihm auf der rechten Straßenseite entgegengekommen, obwohl sich auf der linken Seite ein Gehsteig samt Beleuchtung befunden habe, schilderte der Angeklagte. "Als ich auf ziemlich gleicher Höhe war, hat der erste Mann die Hand rausgerissen. Ich habe mich darauf konzentriert und den Wagen nach links gelenkt. Da ist der zweite Mann rausgerannt, mit dem Kopf genau auf die A- Säule meines Wagens. Die sind ziemlich weit auf der Straße gegangen, ich war relativ weit in der Fahrbahnmitte." Weil alles so schnell gegangen sei, habe er nicht mehr bremsen können. Seiner Einschätzung nach war er bei der 50er- Beschränkung nicht schneller als 66 km/h unterwegs, meinte der Salzburger.

Beschuldigter war 24 km/h zu schnell unterwegs

Doch gleich zwei Sachverständige widersprachen dem Angeklagten: Laut Gerichtsmediziner Fabio Monticelli war der festgestellte Wert des berauschenden Wirkstoffs Tetrahydrocannabinol (THC) im Blut des Autofahrers so hoch, dass der Cannabis- Konsum "viel zeitnaher" zum Unfallzeitpunkt erfolgt sein musste. Es gebe auch Anzeichen dafür, dass der Salzburger damals ein Dauerdrogenkonsument gewesen sei.

Dem Kfz- Gutachter Gerhard Kronreif zufolge lag die Aufprallgeschwindigkeit bei zumindest 74 Stundenkilometern, der Beschuldigte war demnach um mindestens 24 km/h zu schnell unterwegs. Hätte sich der Salzburger an die vorgeschriebene Geschwindigkeit gehalten, wäre der Unfall vermeidbar gewesen, so Kronreif.

Die Richterin glaubte den Angaben der Sachverständigen. Sie lastete aber auch dem Fußgänger ein Mitverschulden an, da er sich rund einen Meter weit auf der Fahrbahn befunden habe. Weder Staatsanwalt Marcus Neher noch Verteidiger Peter Cardona gaben eine Erklärung ab.

07.02.2012, 13:55
AG/red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum