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27.07.2017 - 10:40
Idyllische Almhütte wie man sie in Salzburg kennt. Diverse Bauten könnten die Traumlandschaft stören
Foto: Erich Hauspiel

Salzburger Almhütten sind gegen Chaletdörfer

15.03.2017, 07:15

60 Stellungnahmen gibt es zur geplanten Novelle der Raumordnung, viele Einwände sind begründet und werden von der Landesregierung bewertet. Der Mittersiller Bürgermeister Wolfgang Viertler macht nun auf Passagen im Gesetzestext aufmerksam, die die Zukunft des Tourismus in Frage stellen. Landesvize Rössler beruhigt.

Die Eckpunkte sind bekannt: Mit einer Infrastrukturabgabe, einer Baulandmobilisierung und schärferen Regeln gegen illegale Zweitwohnsitze sowie einem Stopp von unnötigem Grünlandverbrauch will die Landesregierung nun durchstarten, noch vor Sommer soll das Gesetz beschlossen werden: "Die Landes- Legistik hat nun alle 60 Stellungnahmen gesichtet und wird sie bewerten. Es sind gute Vorschläge und Erläuterungen dabei. Dann entscheiden wir mit dem Koalitionspartner, was noch ins ROG aufgenommen wird", sagt die zuständige Landesvize Astrid Rössler. "Doch so wirklich wurde in diesem Konvolut das Thema Tourismus noch nicht beleuchtet", merkt nun der Mittersiller Bürgermeister Wolfgang Viertler an.

Chaletdörfer wie diese sind den Almhütten-Betreibern ein Dorn im Auge.
Foto: Jäger Bau

Unter dem Punkt "Ziel Tourismus Abs. 1 Z 6" wurde bei der Berücksichtigung der ökologischen Belastbarkeit und der wirtschaftlichen Tragfähigkeit des Raums die Passage: "der vorrangigen Beteiligung der einheimischen Bevölkerung an der Entwicklung und der Vielfalt der Freizeit- und Erholungsbedürfnisse der Gäste auch durch die Sicherung geeigneter Flächen zu entwickeln und konkurrenzfähig zu erhalten" gekürzt. "Warum internationale Tourismuskonzerne nun dem gleichgestellt werden sollen, ist für mich schwer verständlich", meint Viertler. Der Entwurf sieht auch vor, dass Alm- und Schutzhütten weiter geschützt bleiben, alles was darüber hinaus geht, aber als "strukturfremd" bezeichnet wird genauer: "Die Errichtung von Almdörfern und sonstigen Übernachtungsmöglichkeiten, die über Schutzgedanken der Schutzhütten hinausgehen, ist jedoch als strukturfremd zu bezeichnen. Durch die Ausweisung von Ruhezonen sollen touristische Intensivnutzungen ausgeschlossen werden."

Ortsbildgerechtes Bauen im Blick

Viertler: "Man muss neuen Strukturen etwa für den Sommertourismus Möglichkeiten zur Weiterentwicklung geben." Und schließlich: Der bisherige Grundsatz bei der Entwicklung und Erhaltung einer regionalen Identität wurde drastisch reduziert und gilt nunmehr nur noch für die regionale Zusammenarbeit: "Bisher wurde das angewandt, um nicht ortsbildgerechte Bauten zu verhindern. Dies sollte auch in Zukunft möglich sein", sagt Viertler. Astrid Rössler beruhigt: "Es war vor allem der Wunsch der ÖVP Passagen stark zu vereinfachen. Die höher gelegenen Gebiete wollen wir besonders schützen. Und ich glaube nicht, dass wegen einer gekürzten Passage Einheimische benachteiligt werden. Beim Ortsbildschutz fallen mir viele Beispiele ein, wie es nicht sein sollte. Etwa der Kreisverkehr in Mittersill. Aber ich nehme Anregungen gerne an."

Michael Pichler, Kronen Zeitung

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