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27.06.2017 - 05:16
Spatenstich 2013: Alois Schedl (Asfinag), Bgm. Alfred Pfeifenberger, Alexander Walcher (Asfinag)
Foto: Roland Holitzky

Ruhe in Zederhaus

12.03.2017, 23:30

Am 20. März wird die Einhausung im Lungau eröffnet. Die "Krone" sprach mit dem Asfinag- Projektleiter über das 70 MIllionen € Langzeitprojekt

Seit Projektleiter Josef Heiß 2003 seinen Dienst bei der Asfinag begann, arbeitete er auch fast ununterbrochen an der Planung der Lärmschutzmaßnahmen in Zederhaus mit, war bei den zahllosen Diskussionen dabei, erledigte dann Behördenverfahren und Ausschreibungen. Für die "Krone" blickt er noch einmal zurück.

Der Tunnel ist zweiröhrig und hat einen Gewölbequerschnitt. Die Einhausung hat eine Länge von 1545 Metern. "Die Fahrbahn wurde zu Beginn der Arbeiten zwei Meter tiefer gelegt und bis zu 15 Meter in Richtung Bach versetzt", erklärt Heiß. Das hat einen entscheidenden Vorteil: Die Böschung, die entsteht, wenn der Tunnel komplett eingeschüttet ist, ist dadurch nicht steil, die Trasse verschwindet unauffällig. Sie soll ja einmal begrünt und von Landwirten bewirtschaftet werden. Dafür vermietet die Asfinag die Fläche an die Gemeinde.

Noch bevor der Bau der ersten Röhre begann wurde auf der Dorfseite eine provisorische Straße errichtet. Durch diese war es möglich während der gesamten Bauphase den Verkehr über vier Spuren laufen zu lassen.

Im Dezember 2015 wurde die erste Röhre jene in Richtung Villach für den Verkehr freigegeben, Autos und Laster rollen seither mit einem 80er durch den Tunnel. Für die Einheimischen bedeutete das bereits eine erste Entlastung in Sachen Lärm.

Nach einer kurzen Pause gingen die Arbeiten schließlich in Richtung Salzburg von vorne los. Der dortige Rohbau ist nun bereits seit dem Oktober vergangenen Jahres fertig. "Es folgte die Betriebs- & Sicherheitsausrüstung. Dazu gehören etwa die Beleuchtung, die Belüftung oder auch der Funk", erklärt Heiß. In den vergangenen Wochen liefen dann im Tunnel der Probebetrieb ohne Verkehr, jedes mögliche Szenario muss dabei durchgespielt werden, sei es ein Notruf oder ein Brand. Vieles läuft im Notfall automatisch ab, zudem wird jeder Winkel der Röhre Videoüberwacht. Die Bilder werden direkt in die Tunnelwarte in St. Michael übertragen. Zwei Mitarbeiter haben sämtliche Autobahnabschnitte in Salzburg ständig im Auge.

Heute in einer Woche wird die 2. Röhre nun freigegeben. Die Kosten für das Projekt im Lungau belaufen sich auf insgesamt 70 Millionen Euro.

Projektleiter Heiß wechselt jetzt erst einmal in den Pongau. Dort wird er das Projekt Reitdorf begleiten. Vom Knoten Ennstal bis zur Anschlussstelle Flachau entstehen auf 3,5 Kilometer Länge gekrümmte und normale Lärmschutzwände. Dazu wird eine Brücke auf der A 10 hergerichtet.

Im Herbst 2018 stehen dann nur noch die letzten Lärmschutzmaßnahmen in Sonnberg/Krottendorf bei Zederhaus an.

Iris Wind, Kronen Zeitung

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