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21.09.2017 - 11:14
Viele Helfer kämpften gegen die Schlammmassen an
Foto: Roland Holitzky

Riesige Muren gingen auf Straße ab

11.08.2017, 23:30

Sturm und Dauerregen: Zwei mächtige Muren gingen am Donnerstag in der Lungauer Gemeinde Muhr ab und verlegten die Gemeindestraße auf einer Länge von 500 Metern. Dann kappten vier entwurzelte Bäume auch noch eine Stromleitung. Die Freiwillige Feuerwehr war sieben Stunden lang nonstop im Einsatz.

Nachdem Unwetter am vergangenen Wochenende in Großarl und im Gasteinertal große Schäden angerichtet hatten, traf es am Donnerstag die Lungauer Gemeinde Muhr.

Gegen 15 Uhr löste sich im Bereich Köchau- und Plötschragen die erste große Mure. Geröll, Schlamm, Wasser und Erdreich rutschten auf die Gemeindestraße ab. Eine halbe Stunde später ging im selben Bereich erneut eine Mure ab. Insgesamt wurde die Gemeindestraße auf einer Länge von 500 Metern verlegt.

Muhr: Bäume kappten Stromleitung

"Wir sind mit 20 Mann ausgerückt und haben geschaut, dass wir das Wasser wieder in den Bach zurückleiten", schildert der Lungauer Abschnittsfeuerwehrkommandant Hans- Jürgen Schiefer. Die Gemeinde schickte Räumtrupps aus. Die Straße musste gesperrt werden. Als eine Fahrbahn notdürftig geräumt war, wurde zumindest der Postbus durchgelassen. "Mehr geht nicht, weil sonst müssten die Arbeiter mit den Baggern dauernd ausweichen", erläutert Schiefer.

Niemand verletzt

Kurz nach den Murenabgängen wurden zudem noch vier Bäume entwurzelt. Diese stürzten auf eine Stromleitung. "Wir haben die Bäume so rasch wie möglich weggebracht", sagt Schiefer.

In Muhr gab es aber eine Stunde lang keinen Strom, in manchen Ortsteilen sogar zwei Stunden.

Die Aufräumarbeiten laufen noch

Bürgermeister Josef Kandler ist froh, dass beim Unwetter niemand verletzt wurde. "Die Schutzverbauungen, die in den vergangenen Jahren errichtet wurden, haben Schlimmeres verhindert. Die Natur ist unberechenbar. Man muss immer damit rechnen, dass Unwetter kommen." Die Straßensperre sei kein schlimmes Hindernis. "In dem Bereich gibt es fast nur Verkehr zu den Almen."

Manuela Kappes, Kronen Zeitung

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