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18.08.2017 - 05:32
Foto: DPA/MARKUS FUEHRER

Polizei musste 2010 zu 162 Einsätzen in Schulen ausrücken

28.02.2011, 06:45
Die Schulen in Salzburg sind immer öfter "Krisengebiet". Allein im Vorjahr musste die Polizei unglaubliche 162 Mal zum Einsatz ausrücken. Meist ging es um Körperverletzung, Drohungen, Diebstahl und auch Drogen. Diese erschütternden Zahlen jetzt legte Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) auf Anfrage im Parlament vor.

Zuletzt stand eine Schule in Lehen im Brennpunkt: Im Dezember ohrfeigte ein Vater kurzerhand eine Lehrerin, weil sich seine Tochter von ihr beleidigt fühlte (siehe Infobox). Wenige Wochen zuvor hatte ein Mitschüler das Mädchen mit einer Soft- Gun bedroht. Und ein anderer Schüler wurde ebenfalls wegen gefährlicher Drohung angezeigt: Er zeigte in seiner Klasse eine Zeichnung herum, auf der er mit einer Pistole zu sehen war – und rund um ihn lagen vier Personen, die durch Kopfschüsse niedergestreckt wurden.

Stadt Salzburg ist Kriminalitäts- Hotspot

FPÖ- Mann Rupert Doppler wollte nach diesen Vorfällen wissen, wie oft die Polizei zu Einsätzen in Schulen ausrücken muss. Innenministerin Maria Fekter legte jetzt die erschütternden Daten vor. 2006 gab es "nur" 58 Einsätze der Polizei in Schulen, 2010 mussten die Beamten schon in 162 Fällen ausrücken, davon allein 70 Mal in der Stadt Salzburg! Ein paar Beispiele: Körperverletzung, gefährliche Drohung sowie vier Einbrüche in der HTL; dreimal Körperverletzung, eine gefährliche Drohung in der Hauptschule Haydnstraße; selbst aus Volksschulen wie St. Andrä wurden Körperverletzungen gemeldet. Die Gewalttäter sind oft erst acht bis neun Jahre alt. "Es gab seit 2006 im Großraum Salzburg an den meisten Schulen Polizei- Einsätze", weiß Doppler nach Analyse der Daten. "Bei Gewalttaten und Drohungen ist fast die Hälfte der Angezeigten aus Migranten- Familien."

Schulrats- Präsident Herbert Gimpl glaubt nicht an die "signifikante Zunahme" der Polizeieinsätze an Schulen in den letzten Jahren. "Aber das Einstiegsalter für Gewalttaten liegt schon bei acht Jahren – deshalb machen wir in 80 Volksschul- Standorten Vorbeugung mit dem Projekt 'Faustlos'." Er weiß: "Leider ist es in einigen Kulturkreisen, aber auch in Familien normal, seine Aggressionen mit Gewalt los zu werden. Darunter leiden natürlich auch die Schulen."

von Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung

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