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28.06.2017 - 13:10
Der Perron-Turm in der Rainerstraße wird mit seinen 54 Metern das zweithöchste Gebäude der Stadt
Foto: Antonio Lovric

Perron öffnet die Pforten im Jahr 2019

26.01.2017, 22:00

Ungewohnt, ja fast wie ein gläserner Fremdkörper wirkt das Perron am Hauptbahnhof derzeit noch auf den Plänen. Und doch ist der Bau am Hauptbahnhof ein weiteres wichtiges Kapitel in der stetigen Revitalisierung des Viertels. Auch der Einspruch einer einzigen Anrainerin konnte den Fortschritt nicht aufhalten.

Wäre alles nach Plan verlaufen, dann hätte Bürgermeister Heinz Schaden am Donnerstag feierlich ein rotes Band zur Eröffnung durchgeschnitten - vorläufig konnte er aber nur symbolisch den Grundstein für den Hochbau verlegen. Zwei Jahre hat sich der Bau des gläsernen Hotelturms samt Flachbau am Hauptbahnhof verzögert, weil eine Anrainerin befürchtet, dass sie die Glasfassade blenden könnte. A. DOBLERJetzt liegen aber alle Genehmigungen vor und nach aufwändigen Grabungen (Stichwort: Seeton) beginnt der sichtbare Teil der Baustelle, so dass das Hotel rechtzeitig zu den Osterfestspielen 2019 seine Tore öffnen kann: 54 Meter wird der Turm des "arte Hotel Salzburg" hoch sein, der insgesamt 120 Zimmer samt Restaurant in der obersten Etage beherbergen wird. Betreiber ist die private österreichische Hotelgruppe Ipp.

Bau verzögerte sich zwei Jahre wegen Anrainer- Einspruch

In den Flachbau zieht die Sparkasse mit rund 200 Mitarbeitern ein, außerdem entstehen dort Geschäfte und Wohnungen. Gleiche Architekten wie bei der Neuen Mitte LehenDie Pläne dazu stammen aus der Feder der Architekten von Halle 1, Heinz Lang und Gerhard Sailer, deren kreative Handschrift auch das Keltenmuseum Hallein oder die Neue Mitte Lehen trägt.

Unbegreiflich sind für den Stadtchef allerdings die Gründe für die Baustart- Verzögerung. Denn wie so oft sei es auch hier ums Geld gegangen. Die klagende Anrainerin ist nämlich die Mutter eines Wiener Bauunternehmers. Sie hatte zuvor in Aussicht gestellt, ihren Widerstand gegen die Zahlung von 750.000 Euro aufzugeben. "Das war für uns aber keine Option", betonte Planungsstadtrat Johann Padutsch ganz klar.

Bauherr ist die Firma Bodner aus Wals, die rund 50 Millionen Euro in das Perron investiert.

ANNA DOBLER

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