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19.08.2017 - 00:25
Foto: dpa

Patient stirbt wegen Beatmungsfehlers bei Knie- OP

24.04.2011, 04:33
Wieder ist ein tödlicher Operationszwischenfall aus den Landeskliniken Salzburg bekannt geworden. Ein Patient erstickte, da ihm laut bisherigen Erkenntnissen der Intubationsschlauch irrtümlich in die Speise- statt in die Luftröhre eingeführt wurde. Das Drama geschah vor 17 Monaten, die Staatsanwaltschaft ermittelt noch immer.

Wegen der Infektion einer Knieprothese wurde Franz Morawetz (66) aus Ostermiething (Oberösterreich) am 20. November 2009 ins Landesspital Salzburg eingeliefert. "Am Abend hat er uns angerufen, dass er gleich operiert wird – um 7.30 Uhr früh hat uns das Spital informiert, dass mein Vater um 21 Uhr verstorben ist", berichtet Tochter Cornelia H. aus Geretsberg.

Tubus in Speiseröhre eingeführt

Die Hintergründe klärte die Gerichtsmedizinerin Edith Tutsch- Bauer: "Es ist davon auszugehen, dass Herr Morawetz im Rahmen der Narkotisierung an einer zentralen Lähmung infolge Sauerstoffmangelversorgung des Gehirns bei Fehlintubation auf nicht natürliche Weise verstorben ist." Die Tubusspitze war nämlich irrtümlich in die Speiseröhre eingeführt worden. Zum selben Ergebnis kommt auch der Linzer Sachverständige für Anästhesie, Franz Gerald Perneder.

"Vom Spital oder dem Gericht haben wir seither nichts mehr gehört", schalteten die Angehörigen nun den Linzer Anwalt Alfred Windhager ein. Schwiegersohn Friedrich H.: "Der tragische Narkosetod muss endlich aufgeklärt werden!"

von Johann Haginger und Manfred Heininger, Kronen Zeitung

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