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20.09.2017 - 06:36
Foto: Jürgen Radspieler

Paracelsusbad steht nicht unter Denkmalschutz

26.02.2010, 13:24
Das einzige öffentliche Hallenbad der Stadt Salzburg, das Paracelsusbad, steht doch nicht unter Denkmalschutz und darf abgerissen und neu gebaut oder saniert werden. Damit scheint ein Ende der jahrzehntelangen Diskussion um das Bad zumindest in Aussicht. Das Bundesdenkmalamt hat der Stadt nun mitgeteilt, dass "auf Grund umfassender Recherchen ... von der Einleitung eines Unterschutzstellungsverfahren Abstand genommen wird".

Damit ist nun wieder die Politik gefordert, die durch die Prüfungen der Denkmalschützer zu einer Zwangspause genötigt war. "Durch diese Entscheidung haben wir wieder Spielraum gewonnen und stehen nicht mehr vor der absurden Situation, ein denkmalgeschütztes Objekt im Stil der 1950er Jahre sanieren zu müssen. Das einzige, was ich derzeit ganz sicher zu der Causa sagen kann, ist, dass der Standort des Hallenbades in der Auerspergstraße bestehen bleibt", sagte Bürgermeister Heinz Schaden am Freitag.

Drei Möglichkeiten denkbar

Im Prinzip sind drei verschiedene Varianten denkbar. "Zum einen wäre ein Abriss von Bad und Kurhaus möglich. Dies ist jedoch schwer umsetzbar, weil viele Teile des Kurhauses nicht auslagerbar sind und man erst einen passenden Ort für ein Ersatzhallenbad finden müsste. Weiters wäre die Sanierung im Bestand möglich, wobei sowohl das Bad als auch das Kurhaus saniert würden. Die dritte Variante wäre, das Kurhaus zu sanieren und die Wasserfläche des Bades zu erweitern", so der ressortzuständige Bürgermeister- Stellvertreter Harald Preuner.

Parteienstreit soll verhindert werden

"In den kommenden Monaten soll ein Meinungsbildungsprozess stattfinden. Nachdem der Kelch des Denkmalschutzes an uns vorübergegangen ist, soll auch der Kelch des Parteienstreits vorübergehen und eine mehrheitliche Entscheidung getroffen werden. Es wäre jedoch leichtfertig zu prognostizieren, wann diese fallen wird", so der Bürgermeister.

Diskussionen seit beinahe 30 Jahren
Bereits seit den 1980er Jahren wird in der Mozartstadt über einen Neubau des Hallenbades diskutiert. Viele Jahre war man auf der Suche nach Standort und/oder Betreiber für ein Erlebnisbad, schließlich zeigte sich, dass ein solches nur finanziert werden kann, wenn das Paracelsusbad abgerissen und die Liegenschaft verwertet wird. Dagegen allerdings protestierten die Bürger mit tausenden Unterschriften, weil sie weiterhin auch mitten in der Stadt eine Möglichkeit zum Schwimmen wollten. Die Politik machte daraufhin einen Schwenk und legte sich auf den bestehenden Standort fest. Da aber meldete sich der Denkmalschutz und leitete eine Prüfung ein, die nun abgeschlossen wurde.

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