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24.09.2017 - 04:00
Foto: Markus Tschepp

Otto Konrad über das schreckliche Foul an Gustafsson

20.04.2010, 10:34
Salzburgs ehemaliger Star-Torhüter Otto Konrad hat das schreckliche Foul an Eddie Gustafsson im Fernsehen gesehen – und musste sich wegdrehen. Aber er verurteilt den jungen Lukas Kragl aus Linz trotzdem nicht.

"Krone": Was ist Ihnen als erstes durch den Kopf gegangen, bei diesen Bildern?
Otto Konrad: Ich dachte sofort an Spanien, als mir im Spiel gegen Espanyol Barcelona der Franzose Quedec den Unterschenkel aufgeschlitzt hat. Und daran, wieviel Glück ich damals hatte, dass dabei nicht mehr passierte.

"Krone": Ist so etwas Berufsrisiko eines Torhüters oder ist alles viel brutaler geworden?
Konrad: Brutaler nicht, aber viel schneller als früher. Und dadurch passiert mehr.

"Krone": Viele fordern strafrechtliche Konsequenzen für den Treter. Wie sehen Sie das?
Konrad: Ich bin überzeugt, dass da keine Verletzungsabsicht im Spiel war. Oder hat die etwa jemand Alexander Zickler unterstellt, als er Hans Berger in Salzburg den Arm gebrochen hat – und zwar als Routinier, nicht als junger, übermotivierter Heißsporn. Solche Dinge passieren leider Gottes immer wieder.

"Krone": Sie haben selbst lange gespielt und viel erlebt. Kommt man nach so etwas unbeschadet wieder zurück?
Konrad: Das hängt vom Charakter des Spielers ab. Ganz vergessen kann man das nicht mehr, aber Niki Lauda hat sich einst auch einfach wieder ins Auto gesetzt und fuhr weiter.

"Krone": Wie tief sitzt nach so etwas Schlimmem der Schock in einer Mannschaft?
Konrad: Das ist sicher ein Thema zum Aufarbeiten. Keiner ist ja davor gefeit, im Hinterkopf zu denken: Das kann mir ja auch passieren. Es ist für die Titelverteidigung zu hoffen, dass die Mannschaft das rasch wegsteckt. Aber das ist ja nicht nur auf Red Bull Salzburg beschränkt. Dieses Foul haben alle in Österreich gesehen, die mit Fußball zu tun haben. Der Schock zieht sich durchs ganze Land bis in die Unterklassen hinab.

Interview: W. M. Gran

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