Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
17.08.2017 - 08:26
Foto: Andreas Tröster

Operationssaal um 650.000 Euro steht vor dem Abriss

13.05.2010, 10:42
50 Mann im Schlafsaal, veraltete Duschen und zu wenig warmes Wasser, damit nach einem Nachteinsatz alle Mann brausen können: Viele Quartiere der Soldaten in der Schwarzenbergkaserne sind erbärmlich. Für eine längst fällige Sanierung ist zu wenig Geld da – aber bei anderen Bauten schmeißt das Heer unnötig Mittel weg. Ein neuer Operationssaal in der Rainerkaserne kostete 650.000 Euro – und wird jetzt wieder weggerissen!

Das Ziel ist klar: Das Heer plant in der Schwarzenbergkaserne den Bau einer neuen Feldambulanz. Das bestätigte Minister Norbert Darabos auch im Parlament. Im Gegenzug wird die Heeressanitätsanstalt in der Rainerkaserne aufgelassen.

Vergeudung von Mitteln

Ein teurer Luxus, wie jetzt der Rechnungshof enthüllt: Denn erst im Jahr 2001 wurde die Sanitätsanstalt in Elsbethen generalsaniert. Dort ließ das Militär einen neuen Operationssaal einbauen, in dem kleinere Eingriffe möglich sind. Die Kosten für diese medizinische Investition machten rund 650.000 Euro Steuergeld aus – eine Vergeudung der Mittel, wenn die Rainerkaserne bald zugesperrt und verkauft wird…

Noch scheitert dieser Verkauf am Denkmalschutz: Er hält große Teile der Rainerkaserne für schützenswert – die 1939 für die Deutsche Wehrmacht errichtete Anlage ist ja "die einzige weitgehend authentisch erhaltene Reiterkaserne im Bundesland", wissen die Prüfer.

Rechnungshof deckt auf

Den Verkauf soll die SIVBEG erledigen. Die Firma wurde 2005 gegründet, um Immobilien des Heeres zu verscherbeln – mit horrenden Kosten, wie der Rechnungshof aufgedeckt hat:

  • Die SIVBEG leistet sich zwei Geschäftsführer, "obwohl das nicht dem Unternehmensbedarf entsprach" – ein Direktor hätte genügt.
  • Die hoch bezahlten Chefs kassierten auch satte Prämien: 38.717 Euro fürs Jahr 2006. Im Jahr davor gab es 9.870 Euro extra – "mehr als doppelt so hoch wie die Umsatzerlöse"!
  • Rückwirkend erhielten die beiden Chefs (einer hat nicht einmal eine Makler- Konzession!) auch eine Pensionskasse – 8.887 Euro zahlt die SIVBEG pro Kopf und Jahr ein.
  • Einer der zwei Direktoren ist so "ausgelastet", dass er zusätzlich 20 Stunden in der Woche für die BIG arbeitet – natürlich kassiert er da auch ein Extra- Honorar.
  • Bei einem Geschäft waren mit einem Anwalt 35.000 Euro Honorar ausgemacht, doch die Kanzlei verrechnete und bekam 97.000 Euro!

"Hier wird das Geld verpulvert, das zur Sanierung der Kasernen in Salzburg fehlt", ärgern sich Soldaten.

von Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung

Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum