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25.09.2017 - 16:28
Foto: Andi Schiel

Neugeborenes tot in Spind im Salzburger Pongau entdeckt

10.04.2012, 19:00
Einen Fall von mutmaßlicher Kindestötung hat am Dienstag die Salzburger Polizei veröffentlicht: Eine etwa 35 Jahre alte Frau soll am Karfreitag im Pongau ihr Baby nach der Geburt in einen Sack gesteckt und dann in einen Spind gelegt haben. Eine gerichtsmedizinische Obduktion des Säuglings ergab, dass der Bub noch wenige Minuten nach der Geburt gelebt hatte. Die Frau wird angezeigt.

Die Österreicherin dürfte sich zum Zeitpunkt der Geburt am 6. April in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben. Sie brachte das Kind auf einer Toilette ihrer Arbeitsstätte zur Welt. "Kolleginnen haben Blutspuren gefunden und die Rettung alarmiert", sagte Polizeisprecher Anton Schentz.

Die Betroffene wurde mit starken Unterleibsblutungen in ein Pongauer Krankenhaus gebracht, woraufhin die Ärzte Verdacht schöpften und die Exekutive verständigten. Das tote Baby wurde schließlich in dem kleinen Kasten gefunden.

Nicht voll entwickelt, aber lebensfähig

Der Säugling wurde vermutlich in der 30. Schwangerschaftswoche geboren - dem Obduktionsbericht zufolge war das Neugeborene noch nicht voll entwickelt. Das Kind sei jedoch grundsätzlich lebensfähig gewesen und habe keine Missbildungen aufgewiesen.

Die Staatsanwaltschaft sei jetzt mit der Causa befasst, hieß es seitens der Polizei. Die Frau wird psychologisch betreut.

10.04.2012, 19:00
AG/red
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