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23.09.2017 - 03:10
Foto: Krone Grafik

Neuer Umfahrungstunnel wird eröffnet

27.07.2009, 17:33
Am Donnerstag wird in Henndorf eine Ära zu Ende gehen, eine laute. Wenn Landeshauptfrau Gabi Burgstaller als erste durch den Umfahrungstunnel fährt, ist es vorbei mit den 17.000 Fahrzeugen, die täglich durchs Zentrum gerumpelt sind. Die "Krone" fragte nach, was bis zur Durchschneidung des Bandes noch getan werden muss.

Sechs Jahre und 70 Millionen Euro nach dem Spatenstich ist es am 30. Juli soweit: Der zwei Kilometer lange Umfahrungstunnel in Henndorf wird offiziell eröffnet. "Im Prinzip ist der Tunnel heute schon fix und fertig. Was jetzt noch fehlt, sind Tests der Ampeln, Lüftung, Kameras und vieles mehr", erklärt Landesbaudirektor Dipl.- Ing. Christian Nagl.

Eigene Schulung für die Feuerwehr

Wie vor einem Flugzeugstart wird die komplizierte Tunneltechnik also nach einer bestimmten Checkliste auf Herz und Nieren geprüft. Die Röhre ist die sicherste im ganzen Land, parallel zu ihr verläuft ein Rettungsstollen. Die Feuerwehr Henndorf bekam eine Spezialausbildung, um für eventuelle Einsätze im Tunnel gerüstet zu sein. Als Fahrbahn wurde Beton gewählt, weil er sicherer ist. Die riesige Lüftung saugt binnen Sekunden Rauch ab.

Kapazitäten werden wieder frei

Sobald das obligatorische Band am Donnerstag durchschnitten wird, ist das der Punkt hinter dem aktuell größten Bauprojekt des Landes Salzburg. "Das hat uns beschäftigt. Jetzt werden wieder Kapazitäten frei. Die werden ohnehin dringend für die Umfahrung in Straßwalchen, die als nächstes ansteht, gebraucht", meint Nagl. Doch auch Saalfelden und Mittersill wollen so rasch wie möglich die Auflösung des gordischen Verkehrsknotens.

Große Pläne für das Ortszentrum

Zuerst wird aber in Henndorf die Befreiung von der Blechlawine gebührend gefeiert. Für 600 unmittelbare Anrainer wird es durch den Tunnel ruhig. Bürgermeister Rupert Eder hat große Pläne für das dann wieder gewonnene Ortszentrum. "Unsere Feuerwehr wird heuer 130 Jahre alt. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten findet dann ein Festzug mitten im Ort statt." Die 3.400 Lastwagen pro Tag werden dorthin verbannt, wo sie niemanden stören: In den Tunnel.

von Melanie Hutter, Kronen Zeitung

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