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19.09.2017 - 20:23
Foto: Andreas Kreuzhuber

Neuer Notfallkoffer für Dienten, falls Straße wieder zu ist

31.07.2010, 10:37
Drei Straßen führen nach Dienten und trotzdem ist die Gemeinde im Grenzgebiet zwischen Pinzgau und Pongau eine der entlegensten Salzburgs. Sperren wegen Muren, Lawinen oder Bauarbeiten brachten den rasenden Landarzt aus Lend immer wieder in Bedrängnis. Ein neuer Notfallkoffer soll das Problem abfedern.

"Kein Scherz. Uns ist es oft so gegangen, dass ein Arzt bei einem Notfall zufällig dazu gekommen ist, aber nicht die richtigen Medikamente oder Geräte zur Verfügung hatte. Die meisten von ihnen sind ja hier auf Urlaub oder auf der Durchreise", sagt Klaus Portenkirchner (links im Bild) von der Feuerwehr in Dienten.

Jüngstes Beispiel: Der Zuckerschock eines Patienten, der beinahe fatal ausgegangen wäre. Einen eigenen Doktor für die 800 Einwohner und Tausenden Gäste gibt es nicht, dafür einen rasenden Landarzt aus Lend, dem aber häufig der Weg abgeschnitten ist.

Ungehinderte Zufahrt oft nicht möglich

Die drei Wochen lange Straßensperre von und nach Lend wegen des Baus des Kraftwerkes "Dientnerbach" hat die Einsatzkräfte noch mehr in Bedrängnis gebracht. "Wir sind froh, dass sie ab Sonntag früh aufgehoben ist", betont Portenkirchner. Und auch Dr. Anton Landmann (in der Bildmitte) aus Lend ist erleichtert. "Ich habe auf den Notfallkoffer bestanden, denn ich kann nicht immer ungehindert nach Dienten hinauf", sagt er.

Urlaubende Ärzte heiß begehrt

Sauerstoffgerät, Intubations- Set und alle gängigen Notfall- Medikamente stehen nun den zufällig anwesenden Ärzten zur Verfügung. "Bei einem Notfall kommt es schon mal vor, dass wir einen urlaubenden Arzt aus dem Hotelbett holen", sagt Feuerwehrchef Portenkirchner.

So gesehen hatte die dreiwöchige Straßensperre auch etwas Positives. "Nicht nur den Notfallkoffer, sondern die Straße wurde auch verbreitert und hat einen neuen Belag", sagt Bürgermeister Jakob Bürgler (rechts im Bild).

von Melanie Hutter, Kronen Zeitung

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