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24.05.2017 - 01:02
Einige Gondeln wurden bereits demontiert, die letzten 50 Stück folgen in dieser Woche.
Foto: Schmittenhöhebahn

Neue Aufgabe für die Areit- Gondeln

19.04.2017, 07:16

Statt Wintersportler sitzen bald die Gäste eines kolumbianischen Vergnügungsparkes in den Gondeln der alten Areitbahn der Schmittenhöhe in Zell am See. Am Dienstag begann der Abbau dazu. An die Stelle der 6er Gondelbahn rückte eine neue, komfortable 10er Einseilumlaufbahn. Geplante Eröffnung: November 2017.

Schon einen Tag nachdem die letzten Wintersportler mit der Areitbahn in Zell am See ins Skigebiet aufstiegen, wurde mit dem Abbau derselbigen begonnen. Die in die Jahre gekommene Anlage wird bis zum Winter ersetzt. Die alte Bahn bekommt aber eine zweite Aufgabe: Sie soll als Beförderungsmittel in einem Vergnügungspark dienen - in Kolumbien. 400 Meter wird sie dort lang sein. Die Firma Pro- Alpin aus Bludesch hat die gesamte Anlage gekauft und am Dienstag mit den Seilarbeiten begonnen. An der Talstation wurde außerdem das Dach geöffnet, um die übrigen Kabinen herausheben zu können. Fünf Wochen wird die Baustelle eingerichtet bleiben, das Material derweil am Parkplatz gelagert, ehe es nach Südamerika verschifft wird.

Keine Seltenheit in Kolumbien: Seilbahnen als Verkehrsmittel.
Foto: picturedesk.com

Jene Kabinen, die nicht nach Kolumbien "auswandern", werden verkauft. "Manche stellen sich diese ins Wohnzimmer, auf den Balkon, etc.", weiß man bei der Vorarlberger Firma. 25 Millionen Personen hat die alte, 1988 erbaute Areitbahn transportiert. "Sie ist noch immer in einem Top- Zustand", weiß Hannes Mayer, Technik- Bereichsleiter der Schmittenhöhebahn AG. Aber: "Die Beförderungskapazität reichte einfach nicht mehr aus, denn 50 Prozent unserer Gäste kamen mit dieser Bahn in das Skigebiet, sie mussten dafür zum Teil bis zu 45 Minuten Wartezeit in Kauf nehmen", so Mayer.

Bis zu 3600 Personen pro Stunde

Der neue areitXpress kann bis zu 3600 Personen anstatt wie die bisherige Bahn 2400 Personen pro Stunde transportieren. Die Kabinen sind um gut 22 Zentimeter breiter als die alten, bieten Platz für zehn Personen auf einmal. In Sachen Komfort spielt sie alle Stückerl: Sitzheizung, W- Lan, stufenloses Einsteigen, zudem ist sie viel leiser. Von der Streckenführung her bleibt die Bahn fast gleich, endet aber 25 Meter vor der alten Bergstation. Die Skifahrer können dann in die 8er Sessel- Glocknerbahn (ihr Vorgänger- Modell wurde in Rumänien wieder aufgebaut) umsteigen, oder mittels Rolltreppe zur Areitbahn 2 wechseln. Der Spatenstich für den areitXpress erfolgt schon am 24. April. Bis Ende November soll alles fertig gestellt sein.

Iris Wind, Kronen Zeitung


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