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20.09.2017 - 13:53
Die Berufsfeuerwehr sowie Polizisten am Einsatzort: Alle elf Brände waren gelegt.
Foto: Markus Tschepp

Nach elf Bränden: 40- Jährige festgenommen

03.04.2016, 10:56

Aufatmen in jenem Haus in der Mühlstraße 3 in Salzburg- Gnigl, in dem es bereits elf Mal brannte, zuletzt am Donnerstag. Der "Feuerteufel" scheint gefasst. Eine 40- jährige Mieterin wurde festgenommen.

Sie gab bisher aber nur eine Brandstiftung zu. Die Frau hatte am Donnerstag Plastikteile, die in einem Metallbehälter vor dem Haus standen, angezündet. Offenbar wurde sie bei der Tat gefilmt: "Wir wollen dazu keine näheren Angaben machen. Fakt ist aber, dass das Gebäude und die Umgebung verstärkt überwacht werden", erklärte dazu Polizeisprecher Michael Rausch. Es werde in jedem Fall weiter ermittelt. Denn die Frau bestreitet vehement, mit den anderen Brandlegungen etwas zu tun zu haben. Möglicherweise gibt es noch einen zweiten Täter. Zum Motiv der Frau konnte Rausch nichts sagen. Sie konnte es nicht erklären.

Die Brandserie in dem heruntergekommenen Haus hatte Mitte März begonnen. Binnen weniger Tage musste die Berufsfeuerwehr neun Mal in die Mühlstraße ausrücken. Bei zwei kleineren Bränden gelang es dem Hausmeister selbst, die Flammen zu löschen. Ansonsten mussten die Kameraden die Feuer unter Kontroll bringen.

Polizei vermutete Täter unter Bewohnern

Die Brände wurden unter anderem im Keller, im Stiegenhaus, in einem leer stehenden Raum und am Dachboden gelegt. Auch vor dem Haus gelagerter Schutt wurde bereits angezündet. Mehrmals ließen Ermittler das Haus mit Spürhunden durchsuchen. Sie schlugen aber nie an. Offenbar wurde nie ein Brandbeschleuniger benutzt. Der Täter oder die Täterin zündete zum Teil alte Zeitungen, Stoffreste oder Plastik an. Der Schaden hält sich in Grenzen, mehrere Bewohner erlitten aber eine leichte Rauchgasvergiftung. Die Polizei vermutete den Täter von Anfang an unter den Bewohnern. Denn nur sie haben einen Schlüssel fürs Haus. Das Schloss war nach den ersten Bränden ausgetauscht worden.

03.04.2016, 10:56
Manuela Kappes, Kronen Zeitung/red
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